USA stützt Wirtschaft mit weiteren 800 Milliarden

  • Dienstag, 25. November 2008, 18:00 Uhr
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  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 25. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 25. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Mit einem Stützungsprogramm von 800 Milliarden Dollar wollen die USA den Hypothekenmarkt und den Markt für Konsumentenkredite wiederbeleben.

Weitere Themen:

Marcel Ospel und zwei weitere ehemalige UBS-Top-Manager verzichten auf insgesamt 33 Millionen Franken ihrer umstrittenen Saläre.

Die weltweite Finanzkrise hat auch die indische Automobil-Industrie erreicht. 

Beiträge

  • Mit Milliarden Dollar soll der Konsumkreditmarkt gestützt werden.

    Weitere 800 Milliarden für US-Wirtschaft

    Die USA greifen erneut mit einem Stützungsprogramm von 800 Milliarden Dollar in die Kredit-Krise ein. Damit soll der Hypothekenmarkt und der Markt für Konsumentenkredite wiederbelebt werden.

    Die Notenbank kauft für 600 Milliarden Dollar wankende Hypotheken-Guthaben von Banken und Investoren. Weitere 200 Milliarden Dollar sind vorgesehen, um den Markt für Kreditkarten-Darlehen, Auto-Kredite und Studenten-Kredite zu stützen. Wegen der Finanzkrise sind solche Kredite in den USA nur noch schwer zu erhalten, dies soll nun wieder erleichtert werden.

    Bereits vor zwei Monaten hatte die US-Regierung ein Rettungspaket von 700 Milliarden verabschiedet, um problematische Immobilien-Kredite von Banken und Investoren zu übernehmen.

    Urs Siegrist

  • Drohende Kreditkarten-Krise

    Die USA sorgen sich um die sich anbahnende Kreditkarten-Krise. US-Privathaushalte finanzierten einen grossen Teil ihrer Einkäufe mit Kreditkarten und sitzen nun auf einem Schuldenhaufen, der die Banken und die gesamte Wirtschaft zusätzlich bedroht.

    Die US-Notenbank will deshalb mit 200 Milliarden den Markt für Kreditkarten-, Auto- und Studenten-Kredite stüzen. Ein amerikanischer Haushalt hat im Schnitt sieben Kreditkarten.

    Peter Voegeli

  • Marcel Ospel.

    Lohn-Rückzahlungen an die UBS

    Die UBS erhält von drei ehemaligen Top-Managern, unter ihnen Marcel Ospel, insgesamt 33 Millionen Franken zurück. Der Verzicht sei freiwillig, betonen alle drei.

    Der frühere UBS-Verwaltungsrats-Präsident Marcel Ospel verzichtet auf mehr als zwanzig Millionen Franken. Ex-Vize-Präsident Stephan Haeringer und der ehemalige Finanzchef Marco Suter verzichten zusammen auf rund 13 Millionen Franken.

    Das Geld hätten die drei ehemaligen Top-Banker bereits erhalten oder gemäss Vertrag noch zugut, teilte der Sprecher der drei ehemaligen Top-Banker mit.

    Die UBS sei erfreut über diesen Verzicht und bedanke sich bei Ospel, Haeringer und Suter, sagte ein UBS-Sprecher. Bereits vor zwei Wochen hatte der frühere UBS-Konzernchef Peter Wuffli angekündigt, er verzichte auf 12 Millionen Franken seines Lohns.

    Urs Siegrist

  • Der indische Autohersteller Ratan Tata produziert das Billigauto «Nano».

    Aufholjagd der Indischen Autoindustrie gebremst

    Die Finanz- und Wirtschaftskrise trifft auch die indische Autobranche. Und dies just zu einer Zeit, als diese zu einer Aufholjagd gegenüber etablierten Autokonzernen angesetzt hatte.

    Hinter dem Effort, Indien als Autonation profilieren, steht Ratan Tata und seine Tata Group. Der 70jährige hat bereits Jaguar und Landrover in seinen Stall gebracht und will demnächst das billigste Auto der Welt, den Nano, lancieren.

    Nano soll nur 2 500 Franken kosten und damit für viele indische Familien erschwinglich sein. Für den Markt in Industrieländern tauge der Nano hingegen nicht, sagt ein europäischer Branchenkenner. Er verweist auf Sicherheitsanforderungen, Umweltauflagen und an die limitierte Geschwindigkeit von 60 bis 70 Stundenkilometern.

    Robert Stähli

  • Serbien ängstigt Nachbarn

    Serbiens Beziehungen zu seinen Nachbarländern des früheren Jugoslawien sind auf einem Tiefpunkt. Die neue pro-europäische Regierung erschreckt mit selbstbewussten und harschen Tönen.

    Belgrad kritisiert die EU, massregelt Staaten, die den Kosovo anerkennen, schickt Botschafter der Nachbarn nach Hause und fordert von den USA ein besseres Benehmen.

    Das kommt zwar bei der eigenen Bevölkerung gut an, weckt aber in Kroatien, Bosnien und vor allem im Kosovo alte Ängste.

    Walter Müller

  • Wahlplakat der rumänischen Sozialisten.

    Rumänien wählt am Wochenende

    Seit dem EU-Beitritt vor zwei Jahren hat Rumänien einen beispiellosen Wirtschafts-Aufschwung erlebt, kommt aber bei der Lösung der vielen strukturellen Probleme nicht vom Fleck.

    In diesem Jahr hat die Regierung in Bukarest bereits vier Haushaltsumschichten vorgenommen. Bei der letzten am Montag wurden die Ausgaben für Unterricht, Landwirtschaft und Verkehr drastisch gekürzt. Mit dem Geld wurden die Renten angehoben.

    Das Haushaltsdefizit-Ziel für das laufende Jahr wurde unverändert bei 2,3 Prozent des Bruttoinlandproduktes belassen. Die Europäische Kommission hingegen befürchtet, dass das Defizit deutlich höher ausfallen wird und sie fordert von Rumänien eine langfristige Ausgaben-Strategie.

    Marc Lehmann

  • Mehr Budget-Transparenz gefordert

    Der Boom auf dem Rohstoffmarkt hat einigen Entwicklungsländern einen enormen Geldsegen gebracht. Doch die Bevölkerung merkt oft wenig davon. Bei vielen Staaten herrscht wenig Transparenz über die Verwendung dieser Gelder.

    Viele dieser Staaten haben kein Geld für schlechtere Wirtschaftszeiten zurückgestellt. Oft versickerten Millionen in undurchsichtigen Kanälen der Bürokratie. Auch durch Kapital- und Steuerflucht werden vielen armen Ländern Mittel entzogen.

    Fachleute fordern deshalb, mehr Transparenz und einen Kodex gegen die Steuerhinterziehung. Denn angesichts der weltweiten Finanzkrise wird künftig wohl weniger Geld von den Industrieländern an die Entwicklungsländer fliessen.

    Markus Mugglin

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Roman Fillinger