Wie weiter nach dem irischen Nein?

  • Montag, 16. Juni 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 16. Juni 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 16. Juni 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Aussenminister der EU suchen einen Ausweg aus der Krise nach dem irischen Nein zum Reformvertrag von Lissabon.

Weitere Themen:

Die Wirtschaftsverbände lancieren eine Kampagne für die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit mit der EU.

Der österreichische Kanzler Alfred Gusenbauer wird als SPÖ-Parteichef abgesetzt.

Beiträge

  • EU-Krisengipfel nach irischem Nein zum Reformvertrag

    Nach dem irischen Nein zum EU-Reformvertrag müssen sich die EU-Aussenminister bei einem Treffen in Luxemburg grundsätzliche Fragen stellen: Wie weiter?

    Sollen die 26 anderen Staaten ihr Ja noch offiziell machen? Was geschieht, wenn andere Staaten den Vertrag auch ablehnen?

    Casper Selg spricht über die aktuelle Krise der EU mit Thomas Oberer, DRS-Korrespondent für die EU, und Heribert Prantl, Inlandchef der Süddeutschen Zeitung.

    Oberer beobachtet das Treffen der EU-Aussenminister. Prantl fordert von der EU mehr Bürgernähe und in Irland eine zweite Abstimmung.

    Diese Idee ist in Irland nicht besonders populär. DRS-Korrespondent Martin Alioth hat sich auf einem Rindermarkt umgehört.

  • Wirtschaftsverbände: Kampange für Personenfreizügigkeit

    Noch gibt es kein Referendum, noch gibt es kein Abstimmungsdatum. Dennoch starten die Wirtschaftsverbände die Kampagne für die Ausdehnung und Weiterführung der Personenfreizügigkeit mit der EU jetzt schon.

    Economiesuisse, Arbeitgeber- und Gewerbeverband erklärten gemeinsam, wie wichtig der bilaterale Weg mit der EU für sie ist. Sie setzen dabei auf bewährte Bilder.

    Priscilla Imboden

  • Kanzler Alfred Gusenbauer.

    Österreichischer Kanzler Gusenbauer teil-entmachtet

    Nach einem massiven Popularitätsverlust hat Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer einen Teil seiner Macht verloren. Er musste sein Amt als SPÖ-Vorsitzender praktisch abgeben.

    Das sozialdemokratische Parteipräsidium stellte Gusenbauer den Infrastrukturminister Werner Faymann zunächst als «geschäftsführenden Vorsitzenden» zur Seite.

    Auf einem Parteitag im Oktober soll Faymann dann das Amt offiziell übernehmen. Gusenbauer werde aber weiterhin Kanzler bleiben, sagte Faymann.

    Joe Schelbert

  • China und Japan einigen sich über Erdgasfeld

    China und Japan haben sich im jahrelangen Streit um die Ausbeutung riesiger Gasvorkommen im Ostchinesischen Meer überraschend geeinigt. Die beiden Staaten wollten die Felder gemeinsam erschliessen und die Gewinne aufteilen, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

    Die Einigung kam während des Staatsbesuchs von Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao in Japan zustande. Es war der erste Besuch eines chinesischen Präsidenten in Japan seit zehn Jahren.

    Die beiden asiatischen Grossmächte waren sich zuvor wegen der Kriegsvergangenheit mit grossem Misstrauen begegnet, die Beziehungen waren frostig.

    Peter Achten

  • James Joyce 1904.

    James Joyces «Ulysses» gemeinsam lesen

    James Joyces berühmtester Roman «Ulysses» spielt an nur einem Tag, dem 16. Juni 1904. Das Buch gehört zur Weltliteratur, viele haben schon davon gehört, aber nur wenige haben es gelesen.

    Der Text ist schwierig und mit rund tausend Seiten sehr umfangreich. Aber es gibt Menschen, die sich regelmässig treffen, um Joyce und seinen «Ulysses» zu lesen. Zum Beispiel in Zürich, in der Stadt, in der «Ulysses» zum Teil geschaffen wurde.

    Nadja Fischer

  • Grönland will sich ganz von Dänemark lösen

    Grönland, die grösste Insel der Welt ist fünfzig Mal so gross wie das Mutterland Dänemark, hat aber lediglich 55 000  Einwohner. Zur Hauptsache sind das Inuit, Ureinwohner.

    Grönland geniesst eine weitreichende Autonomie, aber nun gibt es Bestrebungen, sich vollständig von der ehemaligen Kolonialmacht zu trennen.

    Im November wird darüber abgestimmt. Grönland ist wirtschaftlich von Dänemark abhängig und erhält grosse Subventionen. Die rasante Entwicklung der letzten Jahrzehnte stürzte die Inuit in eine Krise und verursachte massive soziale Probleme. Viele Grönländer sehen die Unabhängigkeit als Ausweg aus dem Malaise.

    Thomas Häusler

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Franco Battel