Zukunft der SBB Cargo im Nationalrat

  • Mittwoch, 19. März 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 19. März 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 19. März 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Stellenabbau und die ewig roten Zahlen bei SBB Cargo haben im Nationalrat für rote Köpfe gesorgt. An einer Sonderdebatte wurden mögliche Lösungen diskutiert.

Weitere Themen:

Tausende haben in Bern gegen einen Abbau bei SBB Cargo protestiert.

Finanzminister Merz will im Steuerstreit keine Konzessionen machen.

Peking hat in Tibet eine Nachrichtensperre verhängt.

Beiträge

  • Leuenberger fordert Bähnler zu Streik-Ende auf

    Verkehrsminister Moritz Leuenberger hat die Arbeiter der SBB Cargo dazu aufgerufen, ihren Streik zu beenden. Die SBB sei «bereit, Alternativen in Betracht zu ziehen», versicherte er an der Sonderdebatte im Nationalrat.

    Diskutiert wurde an der dreistündigen Debatte unter anderem über staatliche Zuschüsse an das Unternehmen, über die Beteiligung Privater und über die Frage, wer eigentlich für die Misere bei SBB Cargo verantwortlich ist.

    Katrin Hug

  • Bähnler mit Kind und Kegel in Bern.

    «Basta», sagen die Frauen der Bähnler

    Tausende haben in Bern lautstark gegen den geplanten Abbau bei SBB Cargo demonstriert. Sie forderten die SBB auf, ihre Pläne noch vor Ostern zurückzuziehen.

    Aus dem Tessin waren drei Extrazüge mit Cargo-Angestellten, Kind und Kegel angereist. Die Menge schob sich mit Fahnen, Kuhglocken und Trillerpfeifen durch den Bahnhof und anschliessend die Berner Innenstadt.

    Viele trugen die orangen Westen der SBB. Die Stimmung war kämpferisch, aber friedlich.

    Alexander Grass

  • Bundesrat Hans-Rudolf Merz runzelt die Stirn.

    Merz bleibt hart im Steuerstreit

    An einer dringlichen Debatte zum Steuerstreit mit der EU hat Finanzminister Hans-Rudolf Merz bekräftigt, die Schweiz verhandle nicht.

    Merz den europäischen Nachbarn in ungewohnt scharfer Sprache schlechten Stil vor. Unterstützt wurde er von den Bürgerlichen. Die Linke hingegen forderte den Tatbeweis, dass Steuerhinterziehung kein Geschäftsmodell der Banken sei und verlangte mehr Leitplanken für den Finanzplatz.

    Dieter Kohler

  • Peking schottet Tibet gegen Medien ab

    China hat in Tibet eine Nachrichtensperre verhängt. Vertreterinnen und Vertreter von Medien werden daran gehindert, ins Unruhe-Gebiet zu reisen.

    Es gibt nur noch ganz wenig Information darüber, was sich in Tibet im Moment abspielt. Georg Blume, Journalist bei der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit», ist trotzdem in die tibetische Hauptstadt Lhasa geflogen. Bisher wurde er nicht ausgewiesen.

    Georg Blume

  • Nicht alle Tibeter unterstützen Dalai Lama

    Der Dalai Lama hat die Tibeter erneut zur Gewaltlosigkeit aufgerufen. Er fordert zwar weiterhin Autonomie. Diese will er aber im Dialog, und nicht in der Konfrontation mit China erreichen.

    Der Dozent für tibetische Philosophie an der Universität Bern, Jens Schlieter, geht davon aus, dass der Dalai Lama zwar für alle Tibeter eine ganz zentrale Figur ist und auch bleibt. Es seien aber nicht mehr alle von der Richtigkeit seiner Politik überzeugt.

    Frage an Jens Schlieter: Ist der tibetische Separatismus eine Bewegung?

    Casper Selg

  • Traurige Bilanz nach fünf Jahren Irak-Krieg

    100 000 Iraker und 4000 Soldaten sind im Irak-Krieg bisher umgekommen. Dabei wollten die USA und ihre Verbündeten das Land vor fünf Jahren mit einem überwältigenden Schlag unter Kontrolle bringen.

    Vor fünf Jahren hatte der Krieg begonnen. Die USA begründeten ihn mit dem Kampf gegen den Terror.

    Schon damals sei allen klar gewesen, dass das ein Vorwand war, sagt Historiker Stig Förster. Vielmehr hätte US-Präsident George W. Bush versucht, Irak in eine westliche Demokratie zu verwandeln.

    Frage an Stig Förster: Was ist das für ein Krieg?

    Casper Selg

  • SBB-Chef unter Beschuss im Bundeshaus.

    SBB-Chef kommt Streikenden entgegen

    Im Konflikt um den geplanten Abbau bei SBB Cargo ist SBB-Chef Andreas Meyer bereit, mit den Sozialpartnern alle Alternativen offen zu prüfen. Dazu gehöre auch die Variante «alles nach Bellinzona».

    Das sagte Meyer nach der Sonderdebatte im Nationalrat zum Cargo-Debakel. Die Debatte selbst brachte zwar kaum Neues. Verkehrsminister Moritz Leuenberger kündigte dort jedoch an, die SBB wollen offen alle Alternativen prüfen, auch die Konzentration des Lokunterhalts in Bellinzona.

    Géraldine Eicher

  • Keine neuen Ideen für SBB Cargo

    Die SBB will offen über die Zukunft des SBB-Cargo-Werks in Bellinzona verhandeln. Das hat Verkehrsminister Moritz Leuenberger dem Nationalrat versichert.

    Die dreistündige Sonderdebatte über das Cargo-Debakel war von Schuldzuweisungen und unterschiedlichen Vorstellungen über die Rolle des Staates geprägt.

    Frage an Oliver Washington: Wo steht wer nach dieser Debatte?

  • Gewalt in Tibet, eine Antwort auf Repression

    In Tibet haben sich die Proteste gegen China ausgebreitet und weitere Menschenleben gefordert. China und Tibet bezichtigen sich gegenseitig.

    Es begann vor einer Woche mit friedlichen Protesten von Mönchen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa. Dann eskalierten die Demonstrationen. Nach exiltibetischen Angaben gab es bislang über 140 Tote. China spricht von 13.

    Frage an China-Korrespondent Peter Achten: Woher kam dieser Ausbruch von Gewalt?

    Casper Selg

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Judith Huber