Zwei Varianten zur Klimapolitik nach 2012

  • Freitag, 5. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 5. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 5. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Bundesrat präsentiert zwei Vorschläge, was hierzulande gegen die gefährlichen Treibhausgase unternommen werden könnte. Beide Vorschläge sind als indirekte Gegenvorschläge zur Klima-Initiative zu verstehen.

Weitere Themen:

Kontrolle bei Managerlöhnen: Der Bundesrat will die Rechte der Aktionäre stärken.

Robert Mugabe, der Präsident von Zimbabwe, kommt international zunehmend unter Druck.

Die Türkei ehrt den regierungskritischen Schriftsteller Yasar Kemal mit dem höchsten Kulturpreis.

Beiträge

  • Kampf dem CO2

    Die Schweiz soll den CO2-Ausstoss weiter senken. Der Bundesrat hat dazu zwei Varianten präsentiert. Beide Vorschläge sehen wieder eine CO2-Abgabe auf Benzin vor.

    Variante 1: Minus 20 Prozent

    Die erste Variante möchte den Ausstoss von CO2 im Inland bis 2020 um 20 Prozent reduzieren. Diese Variante richtet sich nach den Vorgaben der EU.

    Variante 2: Minus 50 Prozent Die zweite Variante ist ehrgeiziger. Sie will den Ausstoss von klimaschädlichen Gasen bis 2020 um die Hälfte verringern. Der Akzent liegt dabei auf der Kompensation von inländischen Emissionen durch den Kauf von Zertifikaten im Ausland.

    Dieter Kohler, Martin Durrer und Nathalie Christen

  • Bundesrat bekämpft überhöhte Managerlöhne

    Der Bundesrat reagiert auf überrissene Manager- und Verwaltungsratslöhne und macht einen Gegenvorschlag zur Abzocker-Initiative.

    Aktionäre sollen über Saläre abstimmen

    Der Bundesrat will die laufende Revision des Aktienrechts ergänzen und im Aktienrecht verankern, dass die Vergütungen des Verwaltungsrats jährlich von der Generalversammlung genehmigt werden müssen. Dies gilt für börsenkotierte Unternehmen. Zusätzlich möchte es der Bundesrat erleichtern, überhöhte Boni und Abgangszahlungen mit einer Klage zurückzufordern.

    Selbstkontrolle funktioniert ungenügend

    Die Finanzkrise habe gezeigt, dass die Selbstkontrolle der Unternehmen bei der Vergütungspolitik ungenügend funktioniere, begründete der Bundesrat der Massnahmen. Die Vorschläge sieht der Bundesrat als indirekten Gegenvorschlag zur so genannten Abzocker-Initiative.

    Pascal Krauthammer

  • Simbabwes Präsident Robert Mugabe ist unter Druck.

    Mugabe soll gehen

    Nach der Cholera-Epidemie mit mehreren hundert Toten in Simbabwe kommt der simbabwische Präsident Robert Mugabe international zunehmend unter Druck.

    Notfalls mit Gewalt

    Der südafrikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu sagte, wenn Mugabe nicht selber gehe, müsse der Despot mit Gewalt gestürzt werden. Bislang hatte sich Tutu für eine diplomatische Lösung in Simbabwe ausgesprochen.

    Rücktritt überfällig

    Auch US-Aussenministerin Conoleezza Rice hat Mugabe zum Rücktritt aufgefordert. Rice betonte, Mugabes Rücktritt sei nun überfällig: die Wirtschaft sei zusammengebrochen, und jetzt werde das Land auch noch von der Cholera heimgesucht.

    Martin Durrer

  • VW will Krise trotzen.

    Optimismus bei VW

    Der deutsche Automarkt steht vor dem Kollaps: die Branche erwartet kommendes Jahr einen massiven Absatzeinbruch. Bei VW werden die Weihnachtsferien zwangsverlängert.

    Im nächsten Jahr dürfte die deutsche Autobranche noch knapp drei Millionen Stück verkaufen, so wenige wie seit 20 Jahren nicht mehr. Opel hat bereits einige Fabriken geschlossen, bei BMW und Daimler wird die Produktion gedrosselt. Bei VW, Europas grösstem Autobauer, bleiben die Bänder über den Jahreswechsel länger stehen als geplant.

    Trotzdem hofft man bei dem Wolfsburger Autobauer Volkswagen immer noch, glimpflich durch die Rezession zu kommen. VW habe bisher die Krise weltweit besser überstanden als andere und gewinne sogar Marktanteile dazu, so der Autobauer.

    Ursula Hürzeler

  • Türkei würdigt regierungskritischen Schriftsteller

    Der regierungskritische kurdischstämmige Schriftsteller Yasar Kemal ist mit dem höchsten Kulturpreis seines Landes ausgezeichnet worden.

    Späte Ehre für einen Volksfeind
    Verliehen wurde ihm die Auszeichnung von Staatspräsident Abdullah Gül. Der 85-jährige Kemal sagte, er freue sich, dass er den Preis im hohen Alter erhalten habe. Die Türkei dürste nach Frieden, sagte er.

    Kampf für Frieden Kemal hatte nach einer Bedenkzeit eingewilligt, den Kulturpreis anzunehmen. «Dass mir dieser Preis zugesprochen wird, möchte ich als Zeichen dafür sehen, dass politische Standfestigkeit und der Kampf für Frieden und Menschenrechte nicht länger ein Grund zur Ausgrenzung sind», erklärte der Schriftsteller.

    Werner van Gent

  • In Polen kommt Kohle vor Klima

    Marc Lehmann

  • Barack Obama, der designeriert Präsident der USA, will die Konjunktur ankurbeln.

    Finanzkrise als Chance für Klimaschutz in USA

    Der designierte US-Präsident Barack Obama scheint die Wirtschaftskrise als Chance für den Klimaschutz zu verstehen.

    Die Förderung erneuerbarer Energien in den USA könnte ein wichtiger Teil des erwarteten Konjunkturprogramms zur Schaffung von 2,5 Millionen Stellen werden.

    Experten glauben, dass die USA zuerst die nationale Klimapolitik forcieren und erst in etwa zwei Jahren für ein internationales Abkommen bereit sein werden.

    Peter Voegeli

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Roman Fillinger