Das Geschäft mit dem Kind

Schweizerinnen mit Kinderwunsch in Spanien, Schweizer Milchpulver als Kassenschlager in Asien und Kinderkrippen, die sich von sozialen Einrichtungen in Unternehmen verwandeln – «ECO» mit einer Spezial-Sendung zum Wirtschaftsfaktor Kind.

Schild, auf dem Achtung, Kinder steht.

Bildlegende: Für die Kinder nur das Beste – von dieser Verhaltensweise vieler Eltern profitieren viele Unternehmen. SRF

Kinder sind eine Bereicherung. Und sie sind ein Wirtschaftsfaktor. Bis zum 21. Lebensjahr fallen für Eltern in der Schweiz pro Kind Kosten in der Grössenordnung von einer halben Million Franken an.

Von der Suisse Toy in Bern, der grössten Schweizer Spielwarenmesse, präsentiert Reto Lipp eine Sondersendung über das Geschäft mit dem Kind. Und dieses beginnt bereits vor der Geburt.

Künstliche Befruchtung einer Eizelle.

Bildlegende: Eine IVF-Behandlung kostet zwischen 5000 und 10'000 Franken. SRF

Das Kind aus dem Reagenzglas

In der Schweiz kommen pro Jahr 80‘000 Kinder zur Welt. 2000 von diesen sind durch In-vitro-Fertilisation (IVF) gezeugt worden – und damit mehr als fünf pro Tag. Für spezialisierte Privatkliniken ist die künstliche Befruchtung ein gutes Geschäft, sie investieren kräftig.

Die gesetzlichen Restriktionen in der Schweiz sind allerdings im Moment noch so stark, dass viele Frauen ins Ausland gehen. «ECO» begleitet eine Schweizerin mit Kinderwunsch in Spanien, dem europäischen Mekka der IVF-Industrie. Und zeigt, wo weiteres Wachstum für die Kliniken schlummert.

Artikel: Schweizer Kinder aus Spanien

Babymilchpulverdose.

Bildlegende: «Dr. Luxia»: Hergestellt in der Schweiz, im Kaufregal in Vietnam. SRF

Schweizer Pulver für asiatische Babys

Flüssige Milch exportiert die Schweiz praktisch keine ins Ausland. Ganz anders beim Schweizer Baby-Milchpulver: Dieses ist ein Export-Schlager, vor allem in Asien.

Die Produkte der luzernischen Hochdorf-Gruppe finden dort reissenden Absatz. «ECO» zeigt, wie Hochdorf-Vertreter in Asien das weisse Pulver verkaufen – und blickt ins Archiv: Nestlé hatte sich früher mit Baby-Milchpulver die Finger verbrannt; die Wunden sind bis heute sichtbar und wirken sich auf die ganze Branche aus.

Szene in Kinderkrippe.

Bildlegende: Kinderkrippen – ein Wachstumsgeschäft, mit dem kaum jemand reich wird. SRF

Kinderkrippen im Wettbewerb

Bis vor Kurzem führten Kinderkrippen lange Wartelisten. Das ist in einigen Regionen der Schweiz Vergangenheit. Dort müssen einzelne Krippen sogar abbauen, weil sie ihre Plätze nicht mit Kindern füllen können. Es herrscht neu Wettbewerb auf dem Krippen-Markt.

Der Kita-Boom in der Schweiz ist verantwortlich für diese Entwicklung. Ausgelöst hat ihn das Impulsprogramm des Bundes. Viele Krippen wandeln sich nun von sozialen Einrichtungen zu Unternehmen – und schliessen sich zu Ketten zusammen, um zu überleben.

Artikel: Business Kinderkrippe

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ECO Spezial vom 06.10.2014

28 min, aus ECO vom 6.10.2014

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