Gibt es Öko-Feuerwerke?

Sie sind noch rar und teuer – umweltfreundlichere Feuerwerke. Dabei ermöglichen sie eine wesentlich bessere Sicht auf die Effekte am Himmel, da sie dank neuen Technologien weniger Rauch entwickeln.

Viele Raketen in einer Box in einem Laden.

Bildlegende: 1. August und Neujahr: Immer bei diesen Feierlichkeiten lassen die Schweizer Raketen in den Himmel steigen. Keystone

Das Lichtspektakel am Himmel begeistert viele Menschen. Doch Feuerwerk ist alles andere als sauber: Der Rauch, der bei einem gezündeten Feuerwerk entsteht, enthält sehr viel Feinstaub. Und die chemischen Rezepturen der Raketen können am Himmel schädliche Schwermetalle wie zum Beispiel Barium oder das Oxidationsmittel Perchlorat hinterlassen.

Doch heute sind vermehrt ökologische Feuerwerke erhältlich. Zum einen gelang es Forschern in München, die chemischen Rezepturen der Raketen so zu verändern, dass beim Zünden viel weniger Rauch entsteht. Zum anderen haben zwei amerikanische Wissenschaftler einen Weg gefunden, wie der dicke Qualm reduziert werden kann – mit Schiessbaumwolle, einer weissen, faserigen, geruchs- und geschmackslosen Masse, die durch Umsetzung von Cellulose mit Nitriersäure gewonnen wird. Diese ersetzt fast vollständig das Schwarzpulver. Die reduzierte Rauchentwicklung hat auch den Vorteil, dass die farbigen Explosionen nicht im Rauchnebel untergehen und das Feuerwerk in voller Pracht zur Geltung kommt.

Beide Methoden kommen mit weniger Barium und ohne Perchlorat aus. Die Öko-Feuerwerke kommen vor allem in geschlossenen Räumen wie Konzerten oder auf Bühnen zum Einsatz, da dort Rauchentwicklung besonders schädlich und störend ist. Noch sind sie sehr teuer im Vergleich zu herkömmlichen Feuerwerken und im Handel auf der Strasse und in Supermärkten nicht zu kaufen.