Wann fällt der letzte Schnee?

Der Frühling hat begonnen – und es schneit und schneit und schneit. Doch in der Schweiz sind Schneefälle im meteorologischen Frühling von März bis Mai keine Seltenheit.

Verschneite Palmen auf dem Monte Ceneri, TI am 18. März 2013

Bildlegende: Monte Ceneri, 18. März 2013: Seit Mitte März 1975 hatte es nicht mehr so spät im Jahr so viel Schnee in der Südschweiz. Keystone

Der letzte Schnee in Bern fällt im langjährigen Mittel am 23. März, in Zürich am 6. April und in Davos sogar erst am 2. Juni. Als Grundlage dienen die Schneemessungen seit Beginn der Aufzeichnungen 1913. Im Durchschnitt treten gemäss dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz im Mittelland und der Alpennordseite zwei bis drei Schneetage im März und ein bis zwei Schneetage im April auf. Schneefälle ab Mitte April sind eher selten.

Trotzdem kam es in der Klimageschichte der Schweiz auch schon zu sehr späten Schneefällen: Am 28. Mai 1961 fiel in Zürich ein Zentimeter Neuschnee – und in Davos waren es mitten im Sommer, am 30. Juni 1975, sogar zehn Zentimeter. Bern versank am 11. März 1931 in einer besonders mächtigen Schneedecke; knapp ein Meter der weissen Pracht lag damals auf den Strassen.

Der momentane Schneefall im Mittelland ist also laut Statistik nichts Aussergewöhnliches. Anders im Tessin: Die starken Schneefälle seien ein ungewöhnliches Wetterereignis, sagte Meteorologe Fosco Spinedi von MeteoSchweiz am 18. März 2013 auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Zum letzten Mal habe es 1975 Mitte März in der Südschweiz so starken Schneefall gegeben. Der späteste Schneefall in Lugano wurde am 14. April 1962 aufgezeichnet.

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Langer Winter

1:16 min, aus Tagesschau am Mittag vom 26.3.2013