Wie heissen die Tropfsteine nochmal?

Im Inneren von Tropfsteinhöhlen bilden sich durch kalkhaltiges Wasser Tropfsteine. Je nach Art werden sie als Stalaktiten, Stalagmiten oder Stalagnaten bezeichnet.

Stalagmit in den Tropfsteinhöhlen von Vallorbe.

Bildlegende: Ein Stalagmit in den Tropfsteinhöhlen von Vallorbe. Keystone

Tropfsteine, die eiszapfenähnlich von der Decke hängen, nennt man Stalaktiten. Sie entstehen, wenn an der Decke einer Tropfsteinhöhle Wassertröpfchen aus feinen Rissen im Gestein austreten. Die Wassertröpfchen geben Kalk ab und so entsteht um die Austrittsstelle ein winziger Kalk-Ring, der Schicht um Schicht wächst – mit jedem neuen Tröpfchen. Mit der Zeit bildet sich eine wenige Millimeter dicke, hohle Röhre, genannt Makkaroni. Beginnt auch auf der Aussenseite der Makkaroni Wasser abzulaufen, so kann das dünne Röhrchen auch in die Breite wachsen – es bildet sich der Stalaktit.

Nun können die Wassertröpfchen aber auch so schnell von der Decke fallen, dass das Wasser den Kalk gar nicht erst abgeben und ablagern kann. In diesem Fall geschieht der Prozess erst am Boden. Es türmt sich langsam ein kerzenartiges Gebilde auf, der Stalagmit. Wachsen nun der Stalagmit und der Stalaktit zu einer durchgängigen Tropfsteinsäule zusammen, so spricht man vom Stalagnat.

Wie stark ein Stalaktit oder Stalagmit wächst, hängt von mehreren Faktoren ab. Darunter Kalkmenge im Wasser, Tropfgeschwindigkeit und Höhlentemperatur. Grundsätzlich rechnet man, dass es bei einer Höhlentemperatur von 10 Grad Celsius ungefähr 1000 Jahre dauert, bis eine Grösse von 50 bis 100 Zentimetern erreicht ist.