Wie kamen M13 & Co zu ihren Namen?

M13 oder JJ3: Diese Namen erinnern eher an ein Automodell oder eine Produktnummer, als an einen Bären. Warum also diese Buchstaben-Nummern-Kombination anstatt klingender Bären-Namen?

M13.

Bildlegende: Die Behörden stuften M13 als Sicherheitsrisiko ein. Deshalb wurde der Problembär gestern Morgen im Puschlav abgeschos... Keystone

Es war nicht immer so, dass die Bären M13, M14 oder JJ1 und JJ3 hiessen. Als um die Jahrtausendwende beim Wiederansiedlungs-Projekt «Life Ursus» zehn Bären im italienischen Naturpark Adamello-Brenta ausgesetzt wurden, hatten sie alle noch Namen wie Jurka, Joze oder Maja. Der Nachwuchs dieser Bären erhielt wiederum einen Namen sowie eine Buchstaben-Zahlen-Kombination, um zu erkennen, von wem das Jungtier abstammt.

Ein Beispiel dafür war Bruno JJ1. Bruno war der erste Nachkomme von Jurka und Joze. Also steht JJ für die Namen der Eltern; die 1 zeigt an, dass er das erste Jungtier der beiden Bären war. JJ2, der jüngere Bruder von JJ1 erhielt zusätzlich noch den Namen Lumpaz. Beim dritten Jungtier von Jurka und Joze verzichteten die Verantwortlichen bereits auf einen richtigen Namen und verwendeten lediglich noch die Bezeichnung JJ3.

Dieses Namensystem wäre nun jedoch von Generation zu Generation komplexer geworden. Mit der Zeit hätten die Jungtiere ellenlange Buchstaben-Zahlen-Namen bekommen. Also vereinfachten die zuständigen Bären-Experten das Namens-System grundlegend. Heute steht das «M» für maskulin, also männlich. Bei weiblichen Tieren wird ein «F» für feminin gebraucht. Die jeweilige Zahl zeigt, um das wievielte Jungtier es sich handelt. Folglich war M13 das 13. Jungtier seit der Umstellung auf dieses System.

Video «Die Rückkehr von JJ3» abspielen

Die Rückkehr von JJ3

14 min, aus Einstein vom 19.3.2009