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Fünfmalklug Wie lang ist das Autobahnnetz der Schweiz?

Kilometer für Kilometer führen sie in alle Ecken der Schweiz – die Autobahnen. Würde man sie aneinanderreihen, reichten sie bis hoch in den Norden.

Abschnitt Ecublens-Crissier: Auf dieser Autobahn verkehren durchschnittlich rund 97'900 Verkehrsteilnehmer pro Tag.
Legende: Abschnitt Ecublens-Crissier: Auf dieser Autobahn verkehren durchschnittlich 97'900 Verkehrsteilnehmer pro Tag. Keystone

Die Schweiz hat das dichteste Autobahnnetz der Welt. Nähme man alle Autobahnen und baute eine schnurgerade Strecke, könnte man von Bern bis nach Oslo fahren. Die Strecke wäre rund 1415 Kilometer lang. Im Vergleich zum ganzen Strassennetz der Schweiz erscheint diese Zahl aber klein, denn Kantons-, Gemeinde-, und Nationalstrassen bringen es auf knapp 70'000 Kilometer – also mehr als eineinhalb Mal um die Erde.

Im Jahr 1964 eröffnete Bundesrat Tschudi einen der ersten Autobahn-Abschnitte zwischen Lausanne und Genf. Dadurch rückten die beiden Städte näher zusammen. Damals galten aber keine Geschwindigkeits-Limiten wie heute, sondern Richtgeschwindigkeiten wie der untenstehende Bericht aus dem Jahr 1965 zeigt.

Legende: Video Richtgeschwindigkeit statt Höchsttempo abspielen. Laufzeit 3:14 Minuten.
Aus SRF WISSEN vom 07.04.1965.

Die erste Tempolimite wurde dann im Jahr 1973 zuerst auf 100, ein Jahr später auf 130 Kilometer pro Stunde beschränkt. Ab 1976 musste dieses Tempo zwingend eingehalten werden. Als 1984 die Limite auf 120 auf Autobahnen und 80 ausserorts reduziert wurde, gab das grosse Diskussionen in der Bevölkerung – bis heute. Im untenstehenden Beitrag aus «DRS aktuell» von 1984 werden einige abenteuerliche Argumente für eine höhere Tempolimite aufgeführt.

Legende: Video Bundesrats-Entscheid für Tempolimiten 80 und 120 im Jahr 1984 abspielen. Laufzeit 5:24 Minuten.
Aus SRF WISSEN vom 24.08.2010.

10 Kommentare

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  • Kommentar von JoeSchweizer, Basel
    Diese Berichte zeigen mir, das das aktuelle Tempolimit von 80 / 120 Willkürlich festgelegt wurde. Die einen hatten das "Gefühl* es sei zu schnell und schlecht für den Wald, die anderen hatten den Eindruck es sei viel zu langsam und nütze sowieso nix, Eine haltbare wissenschaftliche oder praktische Begründung gibt's nicht. Heute wird dieses Tempolimit mit übertriebenen Bussen zur Aufbesserung der Staatskasse missbraucht. Trtz verbesserung der FZ-Technik wirden die Limiten nie angepasst.
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Die Zahl der Verkehrsunfälle (wie der Verkehrstoten) war kurz nach 1970 in absoluten Zahlen am höchsten. Seither sind die Zahlen praktisch kontinuierlich rückläufig - trotz immenser Zunahme des Verkehrs. Da wird es schwierig, eindeutige Schlüsse zu ziehen. Längerfristig stellt sich eine ganz andere Frage: Wo kann man noch Auto fahren, ohne im Stau zu stehen. Da sind die Tempolimiten dann nicht mehr relevant.
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  • Kommentar von Joe Schweizer, Basel
    Die Kommentare übers Waldsterben damals tönen genauso wie die über die Klimaerwärmung heute. Dass die Mär vom Waldsterben viel zu heiss gegessen wurde wissen wir heute ja bereits. Wie sieht es Wohl mit der Klimaerwärmung in 20 Jahren aus?
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Das Klima kann sich zwar nicht erwärmen (sprachlich betrachtet), aber es ist eine Tatsache, dass es in den vergangenen rund 150 Jahren im Schnitt deutlich wärmer wurde. Wie sonst wollen Sie erklären, dass die Gletscher (mit wenigen, aber erklärbaren Ausnahmen) weltweit alle massiv kleiner geworden sind? Da müsste schon der Gefrierpunkt von Wasser gefallen sein...
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  • Kommentar von h. anni, zürich
    Ach war das schön damals als der Autofahrer noch Richtgeschwindigkeiten hatte und selbständig denken und vernünftig fahren durfte. Heute muss ja alles mit Gesetzen, Radarkästen, Vorschriften etc. geregelt werden. Wie im Bericht verlautet, hielten sich 85% an die Richtlinien, der Rest war, je nachdem zu langsam oder zu schnell. Von sowas kann man heute nur noch träumen. Wie lange sind wohl unsere Gedanken noch frei?
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