Wo liegen die tiefsten Gewässer?

Tiefe Gewässer bergen Geheimnisse und erzählen Millionen Jahre alte Geschichten. So auch der Marianengraben, der Baikalsee und einige Schweizer Seen. Und welcher von ihnen ist der tiefste?

Ein russisches U-Boot wird auf dem Baikalsee zu Wasser gelassen

Bildlegende: Tauchgang mit der Mir-2: 1'642 Meter tief mussten die russischen Forscher 2008 tauchen, bis sie am Grund des Baikalsees ankamen. Reuters

Im Pazifischen Ozean befindet sich der tiefste Punkt unter der Wasseroberfläche: Etwa elf Kilometer geht es im Marianengraben – eine durch die Plattentektonik entstandene Tiefseerinne östlich der Philippinen – in die Tiefe. Und offenbar sinkt noch genug organisches Material bis auf den Meeresgrund, um dort lebende Organismen mit Nahrung zu versorgen.

Der tiefste Süsswassersee ist der Baikalsee in Sibirien. Er ist maximal 1‘642 Meter tief. Der See entstand vor mehr als 25 Millionen Jahren und ist somit auch gleich noch der älteste Süsswassersee der Welt. Ausserdem bildet er mit einem Fünftel der flüssigen Reserven den grössten Flüssig-Süsswasserspeicher der Erde.

Die Schweizer Seen sind nicht ganz so tief: Der Lago Maggiore ist mit maximal 372 Metern der tiefste See des Landes – wenn man es nicht ganz so streng nimmt. Rund 80 Prozent des Sees und auch die tiefste Stelle liegen nämlich auf italienischem Staatsgebiet. Der tiefste See, der vollständig in der Schweiz liegt, ist der Brienzersee mit einer Tiefe von 260 Metern.

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James Cameron taucht in Marianengraben

1:13 min, aus Tagesschau vom 26.3.2012