Woher haben die Barbapapas ihren Namen?

Farbenfroh, verwandlungsfähig und immer hilfsbereit: Die liebenswerten Barbapapas waren in den 70er-Jahren Stars in vielen Kinderzimmern und sind es bis heute geblieben. Doch woher kommt eigentlich der Name Barbapapa? Ein Besuch in einem französischen Supermarkt gibt Aufschluss.

Die Barbapapa-Familie

Bildlegende: Barbapapa und Barbamama mit Anhang: Barbaletta, Barbakus, Barbabella, Barbawum, Barbalala, Barbarix, Barbabo (von links). A.T.

Franzosen lieben bekanntlich Sirup. Und wer durch einen französischen Supermarkt flaniert, stolpert leicht über einen Sirup mit der Geschmacksrichtung «Barbapapa». Ganz richtig, so wie die birnenförmigen Figuren der Zeichentrick-Familie, die ihre Körper nach Belieben verformen können und so mit ihren menschlichen Freunden manches Abenteuer bestehen – als Rakete oder U-Boot, Baum oder Krebs …

Buchcover von «Barbapapa in der Hängematte», erschienen im Atlantis Verlag: Barbapapa, einen Drink schlürfend, liegt in der Hängematte mit einem Hund, der Eis schleckt. nem Hun

Bildlegende: 1970 erschien Barbapapa als Kinderbuch, 1974 entwickelten Annette Tison und Talus Taylor daraus eine Fernsehserie. 2012 A.T.

Aber wie, s’il vous plaît, schmeckt Barbapapa? Glücklicherweise gibt es in jedem französischen Supermarkt eine freundliche Verkäuferin, die man fragen kann. Die erstaunte Antwort: «Na, nach barbe à papa!» Ach so, logisch – wenn man weiss, dass barbe à papa das französische Wort für Zuckerwatte ist, wörtlich übersetzt «Papas Bart».

Die Legende will, dass die Erfinder der Barbapapas, das französisch-amerikanische Paar Annete Tison und Talus Taylor, eines Tages im Pariser Jardin du Luxembourg spazieren gingen, als ein Kind seine Eltern insbrünstig um «barbe à papa» anbettelte. Der Amerikaner Taylor war fasziniert von dem Wort. Und kurze Zeit später hatte das Paar die von Zuckerwatte inspirierten Figuren erdacht.