Schweizer Fernsehen verzichtet auf Miss-Schweiz-Wahl

Alina Buchschacher war die letzte Miss Schweiz, die beim Schweizer Fernsehen über den Bildschirm lief. SRF, RTS und RSI verzichten in Zukunft auf die Übertragung der Miss-Schweiz-Wahl.

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Aus für Miss Schweiz im SF

1:27 min, aus Glanz & Gloria vom 30.9.2011

Im Mai wurde bekanntgegeben, dass das Schweizer Fernsehen auf die Mister-Schweiz-Wahl verzichtet. Und jetzt ist also auch mit den Missen Schluss: Die Programmverantwortlichen des Schweizer Fernsehens haben beschlossen, die Miss-Schweiz-Wahl in Zukunft nicht mehr auszustrahlen.

Miss-Schweiz-Wahl: Schlechte Einschaltquoten 

Der negative Trend bei den Einschaltquoten sowie eine sinkende Akzeptanz des Publikums seien der Grund für die Absetzung, wie es in einer Medienmitteilung des Schweizer Fernsehens heisst. Der Zenit der Miss-Schweiz-Wahl sei überschritten und es könne daher auf eine weitere Übertragung verzichtet werden. Miss Schweiz 2011 Alina Buchschacher war damit also die letzte Miss, die beim Schweizer Fernsehen zur schönsten Frau der Schweiz gekürt wurde.

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Showprofi Max Sieber über die Absetzung der Miss-Schweiz-Wahl

0:32 min, vom 30.9.2011

Für den TV-Regisseur und Showprofi Max Sieber (u.a. «Benissimo») kommt die Absetzung nicht überraschend: «Ich bedaure das Ende zwar sehr, aber aufgrund der Show von letzter Woche habe ich ein gewisses Verständnis», sagt Max Sieber gegenüber glanz & gloria. Die Wahl sei zu traditionell dahergekommen, eine Entwicklung hin zu einem moderneren Format sei nicht erkennbar gewesen, so Sieber.

Miss-Schweiz-Frau Karina Berger bedauert Entscheid

Die Miss-Schweiz-Organisation bedauert den Entscheid. «Ich habe befürchtet, dass es soweit kommt», sagt Miss-Schweiz-Vertreterin Karina Berger gegenüber glanz & gloria. Sie habe die Nachricht darum ruhig aufgenommen und dankt der SRG SSR für die langjährige Zusammenarbeit. «Wir prüfen jetzt alle Optionen für die Austragung der Miss-Schweiz-Wahl 2012.» Die Organisation habe bereits Anfragen von mehreren anderen Sendern erhalten. Die Chancen stehen nicht schlecht: Die zuletzt abgesetzten Mister-Wahlen sind inzwischen beim Privatsender 3+ untergekommen. Wo die Zukunft der Missen liegt, wird sich weisen: «Wir sind offen», so Karina Berger.