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International «Wetten, dass..?»-Diskussion: Laut SRF trifft Lanz keine Schuld

Die Gerüchte um ein bevorstehendes Aus von «Wetten, dass..?» reissen nicht ab. Im Mittelpunkt der Kritik: Moderator Markus Lanz. Zu Unrecht, findet SRF-Unterhaltungschef Christoph Gebel. Für ihn gibt es andere Gründe für die sinkenden Quoten.

Legende: Video Christoph Gebel über die Schwierigkeiten von «Wetten, dass..?» abspielen. Laufzeit 03:57 Minuten.
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 26.03.2014.

«‹Wetten, dass..?› hat seinen Zenit einfach überschritten», so Christoph Gebel gegenüber «glanz & gloria». Dazu komme der tragische Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch, der zum Rücktritt von Thomas Gottschalk geführt habe. «Das war zweifellos ein einschneidendes Ereignis für die Sendung. Die Identifikation mit Thomas Gottschalk war riesig.»

Das ZDF ist ein grosses Risiko eingegangen
Autor: Christoph GebelSRF-Unterhaltungschef

Niemand habe die Lücke füllen können – deshalb hätten auch so viele Nachfolge-Kandidaten den Schritt nicht gewagt. «Das ZDF ist ein grosses Risiko eingegangen mit der Umbesetzung.» Jeder Moderator hätte es schwer gehabt. Markus Lanz sei ein hervorragender Talker – man könne ihm persönlich keinen Vorwurf machen.

Sinkende Quoten bei «Wetten, dass..?»

Die letzte Ausgabe von «Wetten, dass..?» Anfang März hatte erstmals weniger als sechs Millionen Zuschauer. Schon die Januar-Ausgabe war mit 6,31 Millionen Menschen die bis anhin schwächste in der Geschichte des TV-Klassikers gewesen.

Dass SRF der Sendung nach Thomas Gottschalks Abgang den Stecker gezogen habe, sei kein Zufall. «Es war vorherzusehen, dass es schwierig werden würde, den Hype um ‹Wetten, dass..?› aufrechtzuerhalten.» Es habe aber noch andere Gründe für den damaligen SRF-Entscheid gegeben.

Jede Sendung kommt irgendwann an ihr Zeitlimit
Autor: Christoph GebelSRF-Unterhaltungschef

«Wetten, dass..?» sei kein Einzelfall. Jede langjährige Sendung müsse überdacht werden. «Wir haben derzeit ähnliche Diskussionen um den ‹Musikantenstadl› und hatten die gleichen Fragen im Zusammenhang mit ‹Benissimo› zu beantworten. Jede Sendung kommt irgendwann an ihr Zeitlimit.» Man setze heute mehr auf Staffelproduktionen wie «The Voice of Switzerland» und Events. «Man ist bereit, eine Sendung schneller wieder aufzugeben. Der Markt hat sich verändert.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von P. Fehlmann, Oberwil
    Das ist wie beim Kaugummi kauen, zu Beginn schmeckt er süss und ist geschmeidig, eine weile später ist er fade und zäh, da hilft auch kein Nachzuckern! Eine Sendung die über Jahrzehnte mehr oder weniger Erfolg hatte, kann auf die Dauer nicht mehrmals neu erfunden werden. Der Inhalt macht den Erfolg aus und kann nicht von einem Moderator, mag er noch so bemerkenswert sein, auf Dauer gewährleistet werden.
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