Die Bräuche rund um das royale Baby

Während Herzogin Catherine noch in den Wehen liegt, sorgt ihr erstes Kind schon weltweit für Schlagzeilen. Wie bei royalem Nachwuchs üblich, gibt es einen genauen Fahrplan, wie die Öffentlichkeit informiert wird.

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Die Bräuche rund um das royale Baby

2:04 min, vom 22.7.2013

Noch ist die Nummer drei der britischen Thronfolge nicht auf der Welt. Bis jetzt ist nur bekannt, dass das royale Baby im St. Mary's Spital im Londoner Stadtteil Paddington das Licht der Welt erblicken wird. Dass königliche Kinder im Spital und nicht wie früher im Buckingham Palace zur Welt kommen, ist Prinz Charles zu verdanken. Er hat den Brauch bei der Geburt seines ersten Sohnes geändert: Bereits Prinz William kam im St. Mary's Krankenhaus zu Welt.

Palast wird Geburt twittern

Der Königspalast hat genau geplant, wie die Geburt des royalen Babys bekannt gemacht werden soll. Direkt nach der Geburt müssen als erstes Königin Elizabeth II. und Premierminister David Cameron informiert werden. Erst dann kann die Nachricht öffentlich werden. Es wird erwartet, dass eine Delegation eine Art Verkündungs-Urkunde mit der Unterschrift der Ärzte von der Klinik aus per Auto zum Londoner Buckingham Palast bringt. Dort soll sie hinter den Toren auf eine goldenen Staffelei gestellt werden – dieselbe war bei der Geburt von Prinz William im Einsatz. Gleichzeitig sollen E-Mails an die Medien verschickt werden. Auch eine Twitter-Botschaft ist zu erwarten.

Moderne, praktisch orientierte Eltern

Während Königin Elizabeth II. und selbst ihr Sohn Prinz Charles (64) noch klassisch auf respektvoller Distanz zu den Eltern gehalten wurden und Gouvernanten und Privatlehrer bei der Erziehung halfen, machten schon Prinz William und Bruder Harry dank ihrer Mutter Diana deutlich persönlichere Erfahrungen.
Royal-Kenner und Beobachter gehen davon aus, dass William den Erziehungsmassnahmen seiner Mutter folgen will. Eine möglichst normale Kindheit im engen Familienkreis ist sein Ziel. Die britische BBC spekuliert, dass William und Kate sich eine echte «Work-Life-Balance» schaffen wollen, einen guten Ausgleich zwischen Pflichten und Arbeit und viel Zeit als Familie. Dafür sollen anders als früher auch die Grosseltern so richtig eingespannt werden.