König Felipe VI. schenkt sich eine weisse Weste

Keine Geschenke mehr – sonst hat man das Geschenk! Im Kampf gegen die Korruption will König Felipe VI. mit gutem Beispiel vorangehen. Gemäss seinem königlichen Edikt dürfen spanische Royals künftig keine kostspieligen oder zweifelhaften Geschenke, Dienste oder Gefälligkeiten mehr annehmen.

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Präsentation des königlichen Familienporträts (unkommentiert)

0:21 min, vom 5.12.2014

Tabu sind ab 2015 alle persönlichen Geschenke, die über «die gängige soziale oder Höflichkeitspraxis hinausgehen» und die Würde gefährden, so der königliche Beschluss. Bisher hatte das Königshaus keine Geschenkregelung.

Gaben an den «Staat Spanien», die dem Staatsvermögen zugerechnet werden, darf das Königshaus nach der neuen Verordnung unterdessen weiterhin akzeptieren, ohne auf den Wert achten zu müssen. Das Königshaus will im Internet eine Liste mit allen erhaltenen Geschenken veröffentlichen.

Mehr als 20 Jahre für Royal-Bild

Bevor das Verbot aber amtskräftig ist, machten sich die Royals noch selbst eine Freude: Am Mittwoch enthüllten sie in Madrid ein neues Familiengemälde. Für dieses hatte der spanische Künstler Antonio López notabene mehr als 20 Jahre gebraucht.

Die spanische Gier

Seit Jahren wird Spanien von immer neuen Korruptionsfällen erschüttert. Betroffen sind auch die Royals. Cristina, eine der beiden Schwestern des Königs, muss vielleicht auf die Anklagebank. Ein Ermittlungsrichter verdächtigt die 49-jährige Prinzessin in einem Finanzskandal um Ehemann Iñaki Urdangarin des Steuerbetrugs.