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Royal «Verdammt!» – König Carl Gustaf flucht vor laufender Kamera

Schwedens König Carl Gustaf mag es offenbar nicht, wenn ihm im Fernsehen kritische Fragen gestellt werden. Er staucht vor laufender Kamera einen Reporter zusammen und wendet sich dann fluchend ab.

Legende: Video König Carl Gustaf flucht bei TV-Interview abspielen. Laufzeit 00:30 Minuten.
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 14.06.2013.

«Können sie sich nicht einmal an die Wahrheit halten?», zischt König Carl Gustaf den Reporter des schwedischen Fernsehens SVT wiederholt an. Als der Journalist dann sagt «Das hoffe ich doch», platzt dem König endgültig der Kragen. Er presst ein genervtes «Ahhh, fan!» («Ach, verdammt!») hervor und lässt das Kamerateam stehen.

Ach, verdammt!
Autor: König Carl Gustaf

Zuvor hatte der Reporter den König zu den Kosten der Renovation von Schloss Stenhammar befragt. Dieses wird zurzeit für 35 Millionen Kronen (etwa 5 Millionen Franken) umgebaut. Das Königshaus zahlt für die Nutzung aber nur eine Miete von rund 140 Franken – pro Jahr. Dafür muss der König aber die Instandhaltung berappen. So wäre es zumindest gedacht. Doch bei der aktuellen Renovation trägt der Steuerzahler rund ein Viertel der Kosten, wie SVT berichtet.

Für dieses Geld haben die Schweden nun immerhin eine saftige Boulevard-Geschichte bekommen. Der fluchende König ist auf allen grossen Websites in Schweden zu sehen. Carl Gustaf sei mit den kritischen Fragen «so richtig schlecht umgegangen», heisst es da. Und er habe «ein Beispiel wie aus dem Schulbuch» dafür geliefert, wie man es nicht machen soll. Hofsprecher Bertil Ternert sagte, man müsse verstehen, dass der König provoziert worden sei. Zudem habe das Königshaus selber in den letzten fünf Jahren doch immerhin umgerechnet rund 4,3 Millionen Franken in das Gebäude investiert.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Herren, Bern
    Journalisten sind wohl die sensibelsten Leutchen auf dieser Welt. Wage ja einmal einer nicht voller Freude ihren Fragen zu begegnen, wenn sie ihm in jedem noch so unwillkommenen Moment ein Mikrofon und eine Kameralinse ins Gesicht strecken, dann, ja dann wird dieser jemand etwas erleben ... "Ausraster!", heißt es dann, und: "er stauchte ihn zusammen". Schon toll, wenn Journis ihre eigenen Geschichten machen, indem sie Promis provozieren und sie danach genüsslich durch den Kakao ziehen. Super!
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    1. Antwort von S.M. Hatten, Zürich
      Naja, darum gehts glaube ich nicht. Ich habe auf einer anderen Website das ganze Interview gesehen. Der König wurde nicht "provoziert, wie das Königshaus sich nun rausredet. Der Reporter hat ihm einfach kritische Fragen über den Umgang mit Steuergeldern gestellt. Und das finde ich mehr als legitim. Ist ja im Interesse des Volkes. Ich würde jedenfalls auch wollen, dass jemand dem König kritische Fragen stellt, wenn wir in der Schweiz einen hätten.
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  • Kommentar von Marlis Sahli, Interlaken
    Ausraster ist doch anders. Reporter können nerven, warum sollte da ein König nicht auch Dampf ablassen dürfen.? Finde ich in Ordnung!
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  • Kommentar von S. Ganz, Meilen
    Halloo? Das sollte ein Ausraster sein? Diese Geschichte wird meiner Meinung nach total aufgebläht.
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