Carla Del Ponte liebt das Grosi-Dasein

Als Chefanklägerin des internationalen Strafgerichtshofs jagte sie Kriegsverbrecher. Jetzt kann Carla Del Ponte als Grossmutter ihre weiche Seite zeigen.

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Teilzeit-Rentnerin: Carla Del Ponte

0:46 min, vom 8.8.2014

Völlig entspannt sitzt Carla Del Ponte auf dem Sofa. An der Eröffnungsparty des Filmfestivals Locarno geniesst sie das Ambiente. Die 67-Jährige hat gerade einen Einsatz als Nanny hinter sich. Am Morgen hütete sie für drei Stunden ihre beiden Enkel, wie sie «glanz & gloria» verrät.

«  Es macht mir grosse Freude, mich um meine Enkel zu kümmern. »

Carla Del Ponte
ehem. Chefanklägerin des internationalen Strafgerichtshofs

2011 wurde Carla Del Ponte pensioniert. Ganz ohne Aufgaben bleibt die ehemalige Chefanklägerin aber nicht. Noch immer ist sie Mitglied der Syrien-Kommission, untersucht Menschenrechtsverletzungen im kriegsgeplagten Land. Doch daneben hat sie mehr Zeit für die Familie. Besonders für die Kleinsten.

«Es macht mir grosse Freude, mich um meine Enkel zu kümmern», strahlt die Teilzeit-Rentnerin. Überhaupt schätzt sie die gestiegene Privatsphäre sehr.

Carla Del Ponte kann sich nun frei bewegen

Während der Zeit als Bundesanwältin oder Chefanklägerin durfte Carla Del Ponte nur mit Bodyguards an öffentliche Veranstaltungen. Jetzt kann sie sich endlich frei bewegen. Die Anwältin wohnt in Ascona und ist ein Dauergast am Filmfestival. «Es freut mich, wenn es so animiert ist an einigen Tagen.» Und wenn sie nicht gerade die Enkelkinder betreut, hat Carla Del Ponte auch Zeit, die Filme zu schauen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Die grosse Party

    Aus glanz und gloria vom 8.8.2014

    Kein Filmfestival ohne Partys: Bei der Eröffnungsfeier in einer Villa am Lago Maggiore stossen die Gäste tüchtig an. Doch wie viel Party verträgt es, wenn man am Festival auch noch arbeiten muss?