Roger Schawinski: Vom Radio-Pirat zum Medien-Guru

Er hat die Schweizer Medienszene entscheidend geprägt: Roger Schawinski. Er ist Erfinder des «Kassensturz» und hat das erste Privatradio gegen grossen Widerstand ins Leben gerufen.

Zwei nebeneinander geschnittene Porträt-Bilder von Roger Schawinski. Links in schwarz-weiss aus den 70er Jahren. Rechts in Farbe aus dem Jahr 2014.

Bildlegende: Roger Schawinski damals und heute Ende der 1970er-Jahre begann er seine journalistische Karriere bei der SRG. Keystone

    • 1970er Jahre: «Schawis» Anfänge beim «Kassensturz»

      1972 beginnt er seine TV-Karriere als Journalist beim Schweizer Fernsehen. 1974 gründet und moderiert er das Konsumentenmagazin «Kassensturz». Selbstversuche gehören dort zu seinem Job ebenfalls dazu. (Kassensturz vom 3. März 1975)

      2:42 min vom 1.4.2014

    • 1977: Roger Schawinski wird Chefredaktor der Zeitung «Die Tat»

      Nach «Kassensturz» nimmt Roger Schawinski die Stelle als Chefredaktor bei der Migros-Tageszeitung «Die Tat» an. Wegen eines Streits über die inhaltliche Ausrichtung der Zeitung, wurde Schawinski 1978 von der Geschäftsleitung fristlos entlassen. Das Blatt wurde kurz darauf eingestellt. («Blickpunkt» vom 4. April 1977)

      2:38 min vom 1.4.2014

    • 1980: Der Radio-Pirat mischt die Medienlandschaft auf

      Im November 1979 nimmt «Radio 24» den Betrieb auf und sendet Mangels einer Konzession vom italienischen Berg Pizzo Groppera aus nach Zürich. Das Sendestudio befand sich in Como. Das sorgte in der Schweiz auch politisch für grossen Wirbel. («Gegenspieler» vom 5. März 1980)

      75 min vom 1.4.2014

    • 1983: Der Pirat mausert sich zur festen Grösse in der Medienszene

      Der Einfluss des Radio-Pioniers wird immer grösser. Die Sendung «Unter uns gesagt» mit Moderator Heiner Gautschy widmet dem SRG-Herausforderer eine ganze Ausgabe und besucht ihn in seinem Zuhause.

      58 min vom 1.4.2014

    • 1984: Erster Gehversuch mit einem Lokal-TV

      Anlässlich der Fernseh- und Radioausstellung Fera in Zürich macht Roger Schawinski 1984 mit Hilfe des Verlagshauses Ringier während wenigen Tagen einen gewagten Versuch: ein Lokalfernsehen namens «Züri-Vision». («DRS aktuell» vom 31. August 1984)

      4:14 min vom 1.4.2014

    • 1994: Schawinskis «TeleZüri» geht auf Sendung

      Schawinski gründet nicht nur das erste Privatradio, sondern auch das erste Privatfernsehen der Schweiz: Im Oktober 1994 geht das Programm von «TeleZüri» erstmals über den Sender. («10vor10» vom 3.Oktober 1994)

      2:48 min vom 1.4.2014

    • 1998: «Schawi» sendet mit «Tele24» national

      Mit viel Enthusiasmus sendet Roger Schawinski ab dem 5. Oktober erstmals mit einem privaten Fernsehsender in der ganzen Schweiz. Ende 2001 kauft «Tamedia» Schawinskis Mediengruppe «Belcom Holding AG» und stellt «Tele24» ein. («Tagesschau» vom 5. Oktober 1998)

      1:08 min vom 1.4.2014

    • 2003: Deutschland holt sich «Schawi»

      Im Dezember 2003 wird Schawinski Geschäftsführer von «Sat.1». Finanziell saniert er den Sender: Als er ihn übernimmt, ist er defizitär, 2006 erzielt er einen Gewinn von mehr als 200 Millionen Euro. Im November 2006 gibt Schawinski seinen Posten «aus eigenem Entschluss» vorzeitig ab. («Tagesschau» vom 4. Dezember 2003)

      1:34 min vom 1.4.2014

    • Video «Schawi im Glück» abspielen

      2008: «Schawi» gibt sein Radio-Comeback

      Medienpionier Roger Schawinski kann es nicht lassen und gründet erneut ein Privatradio: Der Zürcher Regierungsrat empfiehlt sein «Radio 1» für eine Konzession beim Bund.

      2:14 min, aus Glanz & Gloria vom 7.3.2008

    • 2011: Roger Schawinski bekommt Talkshow bei SRF 1

      Es ist der Coup schlechthin: Privat-TV-Pionier und SRG-Kritiker Roger Schawinski wird Moderator beim «Schweizer Radio und Fernsehen» und erhält seine eigene wöchentliche Talkshow.

      1:40 min, aus Glanz & Gloria vom 3.2.2011

    • 2014: «Schawi» bekommt ein Überraschungsständchen von seinem Idol

      Reggea-Superstar Jimmy Cliff überrascht Roger Schawinski zum sechsjährigen Jubiläum seines Senders in Zürich. Der Jamaikaner hat das Leben von Schawinski geprägt und dessen Hit «You can get it, if you really want» ist Schawis Lebensmotto schlechthin.

      2:44 min, aus Glanz & Gloria vom 18.3.2014