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Schweiz Von Blunt bis Rigozzi: Promis kämpfen gegen Homophobie

Bei den diesjährigen GQ-Awards in Berlin fällt James Blunt über Joko Winterscheidt her – und knutscht ihn vor den Augen des Publikums ab. Der Grund: Die Anti-Homophobie-Kampagne «Mundpropaganda». Auch hierzulande setzen sich Prominente gegen die Ausgrenzung von Schwulen und Lesben ein.

Legende: Video Die Kuss-Attacke: James Blunt und Joko Winterscheidt abspielen. Laufzeit 1:06 Minuten.
Vom 07.11.2014.

Sänger James Blunt unterbricht die Moderation von Joko Winterscheidt mit einem innigen Kuss. Der Moderator ist danach ausser Atem – und auch aus dem Häuschen. Vor allem als der Sänger noch ein «Ich liebe dich» ins Mikrofon haucht.

Herbert Grönemeyer küsst August Diehl.
Legende: Der erste Kuss Herbert Grönemeyer hat mit August Diehl zum ersten Mal in seinem Leben einen Mann geküsst. GQ

Die Liebe der beiden gilt jedoch primär der Gerechtigkeit. Die beiden heterosexuellen Männer wollen mit ihrem Kuss auf die Kampagne «Mundpropaganda» aufmerksam machen.

Bei der Aktion waren in der Vergangenheit auch schon Stars wie Herbert Grönemeyer mit von der Partie.

Auch in der Schweiz setzen sich Prominente derzeit aktiv gegen Homophobie ein. So machen sich zum Beispiel Christa Rigozzi, Nils Althaus und Milena Moser mit der Kampagne «NEIN zu Homophobie - JA zu Toleranz» für die Akzeptanz von Homosexuellen stark.

Es ist schrecklich, dass die Leute auch im Jahr 2014 noch Probleme mit Homosexuellen haben
Autor: Christa RigozziModeratorin

Braucht es dieses Engagement heute noch? Ja, findet Christa Rigozzi: Sie echauffiert sich, dass es immer noch Menschen gibt, die mit Homosexuellen Probleme haben. Das sei für sie Grund genug, bei der Kampagne mitzuwirken. Zudem habe sie viele schwule Freunde, so die Moderatorin weiter: «Man muss allen Homosexuellen gegenüber Respekt haben. Es geht doch um Liebe!».

24 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Aber gegen Ausgrenzung von Behinderten finden keine so riesigen Kampagnen mit Prominenz statt. Sind erstere nicht auch berechtigt, in der Gesellschaft als gleichwertige fMenschen akzeptiert zu werden. Man denke nur an die behinderten Spitzensportler, die in Olympiaden, WM etc. oberste Podestplätze erkämpfen müssen, um wenigstens in einer Zusammenfassung einiermassen ausführlich erwähnt zu werden, von Live Übertragungen ganz zu schweigen.
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    1. Antwort von Lorenzo Ancona, Riggisberg
      Es gibt auch schwul-lesbische Sportwettkämpfe, Euro Games und Gay Games. Haben Sie von denen am TV schon mal eine Zusammenfassung gesehen? (Richtigerweise) nicht. Wenn Sie schon Äpfel mit Birnen vergleichen, verwenden Sie doch bitte eine funktionierende Waage. Danke.
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  • Kommentar von peter plan, sevelen
    ich erlebe ausgrenzung von homos, da wird ein gefeiere der eigenständigkeit gemacht. was soll das, ist doch einfach normal das es unterschiedliche ausrichtungen gibt und da braucht es kein grosses getue darum rum. Blödsinn einer gesellschaft welche echt nur noch themen sucht um aufmerksamkeit und einzigartigkeit zu erhaschen... laaangweilig
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  • Kommentar von Eduard Ender, Anri
    So krank ist diese Heuchlergesellschaft: Heutzutage wenn man politisch korrekt sein will, oder als Moderator, Schauspieler, Promi oder Politiker gefördert werden will, oder nicht gemobt werden will, muss Mann bald einem anderem Mann, öffentlich einen Blasen, als bewies dass man nicht "Homophob" ist. Was mich am meisten ärgert, wir als Steuerzahler bezahlen dafür, dass wir uns diese Dekadenz im Staatlichen SRF ansehen müssen.
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    1. Antwort von Mimi Steiger, Baden
      Lieber Herr Ender Wie sie dem Artikel vielleicht entnehmen können, geht es um einen Kuss für Toleranz. Wie sie den als heuchlerisch betrachten können, ist mir schlicht ein Rätsel. Wie sie weiter unten sehen können in den Kommentaren, ist Homophobie durchaus ein Thema in diesem Land- als würden sich Homosexuelle Menschen einfach so aus einer Laune heraus entscheiden, so zu leben. Wie bloss kann man eine Liebe als dekadent bezeichnen??!!
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    2. Antwort von Eduard Ender, Arni
      Liebe Mimi Steiger. Die Schwulen sind mir so wurst wie die Conchita. Ich bin kein Schwulenhasser. Ich bin dafür, dass die Schwulen behandelt werden wie alle anderen Menschen, mit Rechten und Pflichten. Ich bin es leid, von der main stream Gesellschaft und medien diskriminiert zu werden weil ich nicht schwul bin und nicht in den Lobgesang für die Schwulen und Lesben einstimme.
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    3. Antwort von Mimi Steiger, Baden
      Herr Ender, Hand aufs Herz: Wir Heterosexuellen- eine enorme Mehrheit der Gesellschaft werden genau nirgendwo diskriminiert. Wenn wir von Rechten und Pflichten sprechen, so sagt die Gesetzgebung in der Schweiz etwas ganz anderes. Von gleich kann keine Rede sein. Logisch kämpfen die Menschen dafür und ebenfalls logisch, werden sie bei dem Kampf unterstützt. So auch von mir, wenngleich ich als Nicht-Promi vielleicht eine leisere Stimme habe
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    4. Antwort von Lorenzo Ancona, Riggisberg
      Der Satz "Ich bin es leid, von der main stream Gesellschaft und medien diskriminiert zu werden weil ich nicht schwul bin." ist für mich ganz deutlich genau das, was Sie vorgeben nicht so sein: zutiefst schwulenfeindlich.
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