Wahnsinn Oper

  • Freitag, 2. Oktober 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 2. Oktober 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 2. Oktober 2015, 17:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Nirgends wird so innig geliebt und so traurig gestorben wie in der Oper, nirgends so perfide intrigiert, gelogen und gemordet. Die Opernbühne ist Tatort, Liebesnest, Traumfabrik und Irrenhaus. Manche sind süchtig danach. Andere finden die Oper zu teuer und längst passé.

Orpheus hält die tote Eurydike.
Bildlegende: Orpheus und Eurydike: Eine Geschichte wie gemacht für die Oper. Wikimedia / Ary Scheffer

Gäste im Studio sind die Dramaturgin Bettina Auer und der Musikwissenschaftler Michael Struck-Schloen.

Verantwortlich: Annelis Berger, Norbert Graf


«HörPunkt» im Überblick:

9.00 Uhr: Orpheus und Eurydike 0150 warum es sich in der Oper so gut lieben lässt
Oper ohne Lovestory: Das ist unvorstellbar. Liebe, Rache und Eifersucht gehören seit gut 400 Jahren in fast jeden Opernplot, denn offenbar lassen sich die grossen Gefühle mit Gesang sehr viel intensiver ausdrücken als nur mit Worten.

10.00 Uhr: Pagliaccio, der traurige Spötter Komik in der Oper
Hatte Wagner Humor? Warum komponierte Verdi nur eine einzige komische Oper? Und warum schmunzelt man auch im zeitgenössischen Musiktheater so selten? Von den Schwierigkeiten, auf der Opernbühne einfach lustig zu sein.

11.00 Uhr: In Sachen Lady Macbeth Tatort Oper
Sex and crime haben schon viele Opernlibrettisten und Komponisten beflügelt und sind ein Fressen für Regisseure von heute, die genau wissen: eine Oper ist blutig blutiger als so mancher «Tatort» am Sonntagabend.

12.00-12.30 Uhr: Gebrauchsanweisung für Opernmuffel

13.00 Uhr: Lucia im Wahn warum Oper irre ist
Nicht nur Opernsängerinnen können überspannt sein, oft sind es auch die Figuren: Durchgeknallt, am Rande des Nervenzusammenbruchs. Wir legen illustres Opernpersonal auf die Couch und lassen uns von Komponisten in emotionale Ausnahmezustände mitnehmen.

14.00 Uhr: Gilda stirbt und singt Traumfabrik Oper
Eine Abschiedsarie singen, wenn das Messer schon im Rücken steckt das geht nur in der Oper! In Verdis «Rigoletto» macht das Gilda seit 150 Jahren immer und immer wieder. Von der Subjektivität der Zeit und vom Basteln an der Illusion.

15.00 Uhr: Intermezzo
Oper live! Die Pianistin Galina Vracheva improvisiert zu Figaro und Co.
Das musikalische Schlussbouquet nach Ihren persönlichen Wünschen