«Angerichtet» von Herman Koch

Die Vorspeise allein kostet 20 Euro. Bei Dinner-Musik und Kerzenlicht kommen zwei Ehepaare zusammen, die es im Leben geschafft haben. Doch spätestens beim Hauptgang sind sie nicht mehr allein: Eine tote Obdachlose wirft ihren Schatten auf die traute Runde und dunkle Geheimnisse kommen auf den Tisch.

Gedeckter Tisch.
Bildlegende: Symbolbild. Colourbox

In einem Spitzenrestaurant treffen sich die ungleichen Brüder Paul und Serge mit ihren Frauen und vermeiden zunächst das eigentliche Thema: die Zukunft ihrer Söhne Michel und Rick. Die beiden 16-Jährigen haben etwas getan, was ihr Leben für immer ruinieren kann. Paul Lohman, Vater von Michel, will das Beste für seinen Sohn. Und ist bereit, dafür weit zu gehen, sehr weit. Auch die anderen am Tisch haben ihre eigene, geheime Agenda.

Während des Essens brechen die Emotionen auf, schwelende Konflikte zwischen den Brüdern entladen sich, und auf einmal steht eine Entscheidung im Raum, die drei der vier mit aller Macht verhindern wollen. Eine Geschichte von bedingungsloser Liebe, Gewalt und Verrat.

Herman Kochs Werke zeichnen sich durch schwarzen Humor und einen sezierenden Blick auf die Bürgerlichkeit der Gesellschaft aus. Seine Protagonisten sind oftmals psychotische Männer, die in der Mitte ihres Lebens stehen und aus Frustration über die Monotonie und Langeweile des Alltags, ihrem Umfeld zynisch und bösartig gegenüber treten.

Mit: Robert Gallinowski (Paul), Franziska Petri (Claire), Siemen Rühaak (Serge), Ulrike Krumbiegel (Babette), Max Mauff (Michel) sowie Marlon Kittel, Malte Selke, Bruno Tendera, Hüseyin Michael Cirpici, Johanna Bergmann und Antje Lewald

Aus dem Niederländischen von Heike Baryga - Hörspielfassung und Regie: Angeli Backhausen - Produktion: WDR 2011 - Dauer: 51'

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Susanne Heising