«Coldhaven» von John Burnside

Das schottische Küstendorf Coldhaven steht im Bann eines geheimnisvollen Verbrechens. Vor einem Jahr, am Lammastag, ist hier die fünfzehnjährige Carey verschwunden. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Aber jeder im Dorf glaubt zu wissen, was geschehen ist.

Zuletzt wurde Carey am Abend ihres Verschwindens mit dem siebzehnjährigen Martin gesehen, wie sie in den Marschen zusammen spazieren gingen. Die polizeilichen Ermittlungen entlasten Martin, doch ein Jahr später ist auch er tot und das Raunen im Dorf wird lauter.

«Coldhaven» wurde von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Jahres 2017 gewählt. Aus der Begründung der Jury: «Die schottische Märchen- und Sagenwelt ist in diesem Ort so lebendig, dass die Erklärung dieser Todesfälle nur über die Aussagen einiger Bewohner zu ermitteln ist, die Hexen, Zaubersprüche und die Seelen der Toten ins Spiel bringen, aber auch soziale Vorurteile. Die nicht-chronologische Rekonstruktion des Geschehens, über die ein dichtes und beziehungsreiches Geflecht aus Naturbeschreibung, knapper psychologischer Zeichnung der Charaktere und mythologischen Motiven gelegt ist, wird mit repetitiv eingesetzten Samples und einer poetischen, berührenden Sprache zusammengehalten.»

Mit: Felix Goeser (Erzähler), Johannes Silberschneider (John the Post), Corinna Harfouch (Agnes), Astrid Meyerfeldt (Fiona), Christopher Heisler (Martins Geist) und Moritz Kienemann (Paul)

Aus dem Englischen von Klaus Buhlert und Bernhard Robben - Tontechnik: Martin Vögele und Anke Schlipf - Musik und Regie: Klaus Buhlert - Produktion: SWR 2017 - Dauer: 62'

Redaktion: Katrin Zipse