«Das Trio in Es-Dur» von Eric Rohmer

Paul und Adèle waren ein Paar. Nun ist ein Jahr vergangen und die beiden treffen immer wieder aufeinander. Es war nicht nur der unterschiedliche Musikgeschmack, der den Mittvierziger von der lebhaften jungen Frau getrennt hat. Aber es wird die Musik sein, die sie einander wieder näherbringt

Adèle und Paul waren ein Liebespaar. Nun sind aus Zweien Drei geworden, denn Paul - ein Liebhaber vor allem klassischer Musik - musste einem Rockmusiker weichen. Und der wenig später wieder einem anderen Mann. Adèle sucht weiterhin den Kontakt zu ihrem älteren Freund. In sieben Szenen, verteilt über etwa ein Jahr, treffen sie in Pauls Wohnung aufeinander. Sie reden über sich, die Liebe und die daraus folgenden Missverständnisse. Sie bemüht sich um Freundschaft; er liebt sie immer noch und hofft - unausgesprochen und doch offensichtlich – sie zurückzugewinnen.

Eine Schlüsselrolle in diesem Spiel der Gefühle spielt dabei Mozarts Trio in Es-Dur; das so genannte «Kegelstatt»-Trio (Das Motiv zum 1. Satz soll Mozart beim Kegeln eingefallen sein, wird kolportiert).

Der Filmemacher Eric Rohmer schrieb dieses Theaterstück Ende der 1980er Jahre, und ebenso wie seine Filme ist das Hörspiel, diese «kurze Komödie in sieben Bildern», zart, leise, atmosphärisch dicht und psychologisch raffiniert; wichtige Dinge werden nur zögernd und als Geheimnis preisgegeben.

Mit: Katja Amberger (Adèle) und Michael Thomas (Paul) sowie Klaus Sonnenburg (als Paul am Klavier)

Aus dem Französischen von Ruth Henry - Musik: Wolfgang Amadeus Mozart - Tontechnik: Werner Feldmann - Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 1989 - Dauer: 53'

Eric Rohmer(1920–2010), geboren als Jean-Marie Maurice Schérer war ein französischer Film- und Theaterregisseur, Essayist, Filmkritiker und -theoretiker. Rohmer gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der französischen «Nouvelle Vague».

Redaktion: Susanne Janson