«Ich kann nicht mehr die Augen schliessen», von Heinrich Heine

Die Vertonungen von Heines Texten durch das Ensemble «Poesie und Musik» gehören zu den Klassikern des Genres Jazz und Lyrik. Die sonore Stimme René Bardets gepaart mit den folkig-jazzigen Arrangements des Ensembles war für Generationen von Jugendlichen untrennbar mit Heines Texten verbunden.

Ein Portrait von Heinrich Heine.
Bildlegende: Christian Johann Heinrich Heine wurde 1797 als Harry Heine in Düsseldorf geboren. Creative Commons

«Ich kann nicht mehr die Augen schliessen», versammelt unterschiedliche Texte von Heinrich Heine. Die Auswahl reicht von politischen Gedichten wie «Die Schlesischen Weiber» oder «Nach den Gütern dieser Erde» über Reisebilder («Die kleine Harfenistin») bis hin zu Texten aus Heines berühmten Zyklus «Deutschland. Ein Wintermärchen». Ähnlich vielfältig, wie die Auswahl der Texte, sind auch die jeweiligen Kompositionen des Ensembles «Poesie und Musik». Sie sind zwischen 1974 und 1977 in Kollektivarbeit entstanden.

Mit: René Bardet

Musik: Poesie und Musik (René Bardet, Orlando Valentini, Andreas Vollenweider) - Regie: Poesie und Musik - Produktion: August P. Villiger 1977- Dauer: 43'

Christian Johann Heinrich Heine wurde 1797 als Harry Heine in Düsseldorf geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller, Dichter und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Kaum ein anderer deutschsprachiger Dichter wurde so oft in andere Sprachen übersetzt und vertont wie Heinrich Heine. Er war ein kritischer und politisch sehr engagierter Journalist, Satiriker, Polemiker und Essayist. Heine gilt zugleich als romantischer Dichter und Überwinder der Romantik. Er starb 1856 in Paris.

Das Ensemble «Poesie und Musik» setzte sich zusammen aus René Bardet (Sprechstimme, Gitarren, Bouzouki), Orlando Valentini (Bass, Gitarren, Percussion) und Andreas Vollenweider (Querflöte, Saxophon, Mundharmonika, Gitarren, Harfe). Ab 1976 Veröffentlichungen von Tonträgern, u.a. mit Texten von François Villon, Heinrich Heine und Pablo Neruda. «Poesie und Musik» erhielt zweimal den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Redaktion: Johannes Mayr