«Liza» von Andreas Sauter

Liza hat gerade die Lehre abgebrochen, da wird sie schwanger. Sie stellt sich vor, wie schön das wäre mit ihrem Freund eine Familie zu gründen. Aber Sven will nicht, ist noch nicht soweit – er verlässt sie. Liza bringt das Kind trotzdem zur Welt.

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Ihr Kind, endlich etwas Eigenes. So fühlt sich das an für Liza. Die Eltern helfen ihr, alles scheint gut zu werden, und Liza verliebt sich in Ron. Als Lizas Eltern seit langem wieder mal ein paar Tage wegfahren, passiert es: Völlig überfordert verlässt Liza ihr Kind, lässt es eine Woche lang allein, unversorgt. Die kleine Lea stirbt. Polizei, Gericht, komplette Ratlosigkeit und Verzweiflung. Wir hätten nicht sollen, oder wir hätten doch sollen, oder die Anderen hätten doch sollen, oder was hätten wir denn noch können?

Mit Leichtigkeit verwebt Andreas Sauter Erzählung und Szene. Niemand wird verurteilt, Fragen werden nicht gelöst, aber wir begreifen etwas besser, wie das Undenkbare geschehen kann.

«Liza - am letzten Abend bauchfrei» ist ursprünglich ein Theaterstück und wurde 2002 in Nürnberg uraufgeführt.

Mit: Uta Köbernick (Liza), Jonas Rüegg (David, Lizas Bruder), Maik Solbach (Sven), Philippe Nauer (Ron), Annemarie Kuster (Helene, Lizas Mutter), Peter Kner (Lizas Vater)

Tontechnik: Fabian Lehmann - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2007 - Dauer: 51'

Redaktion: Julia Glaus