«Ohrstellen, bitte!» – Matinée von den Solothurner Literaturtagen

Eine Matinée von und mit: Clara Buntin, Uta Köbernick, Rolf Herrmann, Guy Krneta, Jens Nielsen und Ralf Schlatter.

Clara Buntin auf der Bühne.
Bildlegende: Für einmal zu sehen und zu hören: Autorin Clara Buntin. Christine Munz

Die Solothurner Literaturtage sind stets ein Fest für Autorinnen und Autoren. Da dürfen auch die Stimmen nicht fehlen, die jeden Morgen einen literarischen Fussabdruck in den Programmen von Radio SRF 1 und SRF 2 Kultur hinterlassen. Sie gestalteten exklusiv für Solothurn eine kurzweilige Matinée.

«Schnöden guten Sorgen sehr verderbte Lahmen und Gern. Ich freche beute wieder beinmal Mittelsudhochdeutsch, das gönnen zermutlich nicht kralle underständen. Wie dem auch blei, es ist auf jeden Knall ein Schnarchteil vom Radio, dass man die Beute im Radio nicht sehen kann. Sie gönnen meine Bimme nur öhrn, aber wie sehe ich laus? Bin ich z. B. rollig mit einem blonden Pockenkopf? Oder bin ich ros und blank, womöglich schunkelhaarig? Na, ist doch flunderbar, dass man sich beim Radio das alles ohrstellen kann!»

Macht man Punkt 6 Uhr 10 das Radio an, kann es durchaus sein, dass die Autorin Clara Buntin einem so «Guten Morgen» wünscht. Texte wie diese geben dem Radio einen literarischen Tupfer: Als «Früh-Stücke» auf Radio SRF 2 Kultur, oder in den «Morgengeschichten» auf Radio SRF 1. Zum Abschluss der diesjährigen Solothurner Literaturtage trafen sich am Sonntag, dem 17. Mai, sechs der literarischen Morgenstimmen von SRF zu einer gemeinsamen Matinée mit Texten und Liedern. Dabei konnte das Publikum vor Ort für einmal live überprüfen, ob sich seine Vorstellung von Clara Buntins «Ohrstellung» bestätigte. Auf Radio SRF 2 Kultur ist exklusiv die integrale Aufzeichnung dieser unterhaltsamen, literarisch-musikalischen Veranstaltung zu hören.

Redaktionelle Mitarbeit: Wolfram Höll, Johannes Mayr - Leitung: Reto Ott - Regie: Margret Nonhoff und Susanne Heising - Produktion: SRF 2015, in Zusammenarbeit mit den Solothurner Literaturtagen - Dauer: 78'

Redaktion: Reto Ott