«Schalltot oder lebendig» von Hermann Bohlen

Wie werden eigentlich Hörspiele gemacht, wie arbeitet ein Hörspiel-Regisseur? Wer darauf Antwort sucht und keine Scheu hat, in den Wahnsinn einer Studioproduktion einzutauchen, für den gibt es «Schalltot oder lebendig».

Symbolbild: Ein Tontechnikers bei der Arbeit.
Bildlegende: Hörspiel im Hörspiel: «Schalltot oder lebendig» Reuters

Der Ort: ein Hörspielstudio. Die Protagonisten: ein Regisseur, eine Schauspielerin, ein Schauspieler und ein Toningenieur. Der Plot: sie produzieren das Hörspiel «Diese Ecke». «Diese Ecke» handelt von einer Ecke in einer Küche. Es ist jene Ecke zwischen Spüle, Wand und Fensterbrett, wo das Wasserrohr verläuft. Hier guckt der Protagonist Hubert beim Frühstück immer hin, Hubert, der sich in Valérie verliebt hat. Am Vorabend hat er sich betrunken, weil er dachte, Valérie liebe ihn nicht mehr. Am Morgen muss er sich übergeben und guckt verloren in die Ecke. Da klingelt es. Irgendwie eine ganz normale Produktion. Und ein ganz normales Skript. Scheusslich, schön und radikal.

Mit: Mira Partecke, Gustav Peter Wöhler, Matthias Meyer und Hermann Bohlen

Regie: Judith Lorentz und Hermann Bohlen - Produktion: NDR/SWR 2016 - Dauer: 52'

Hermann Bohlen, geboren 1963 in Celle, studierte Sinologie und lebt als Hörspielmacher in Berlin. Er schreibt und produziert seit 1994 Hörspiele. Publikumspreis: «Lautsprecher» der Akademie der Künste Berlin für «Prozedur 7.7.0». (1996). Andere seiner zahlreichen Produktionen sind «Gekaut! (Bis es von alleine herunterläuft)» (1994), «Das Luxurieren der Bastarde oder Sag doch auch mal was - Live-Mitschnitte aus den Wohnzimmern der 60er Jahre» (1998), oder auch «Lebensabend in Übersee» (2014) - die alle auch als Gastproduktionen im Programm von Schweizer Radio SRF gesendet wurden.

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Redaktion: Johannes Mayr