«Sieben gegen Theben», «Der Krieg um Theben» und «Die Epigonen»

Polyneikos wird von seinem Bruder Eteokles um die Herrschaft von Theben gebracht. Gedemütigt verlässt er die Stadt, versammelt sechs Männer um sich und greift Theben an. Alle sterben, Eteokles und Polyneikos töten sich gegenseitig. Zehn Jahre später erobern die Söhne der Sieben (Epigonen) Theben.

Zeichnung von zwei Männern in Röcken und Umhängen, die sich gegenseitig die Schwerter in den Bauch rammen
Bildlegende: Eteokles und Polyneikos im Kampf imago/Leemage

«Wo soll man beginnen? Womit weitermachen? Natürlich kann man bei der Entstehung von Himmel und Erde beginnen, mit der Sintflut weitermachen und vielleicht beim Krieg um Troja enden. Aber die Mythologie widersetzt sich einer Chronologie; der Mythos ist jederzeit, wo auch immer er erzählt wird, gegenwärtig. Himmel und Erde entstehen immer neu. Die Sintflut droht immer. Der grosse Krieg findet immer und überall statt. So bilden diese Sagen ein Netz, an dem weitergesponnen werden soll, das uns vor dem Bodenlosen schützt, ein Netz, in dem sich alles auf alles bezieht. Wo alles mit allem verwandt ist. So entsteht im Erzählen Sinn.» (Michael Köhlmeier)

Mit: Michael Köhlmeier

Produktion: ORF 1996 - Dauer Teil 1: 44', Teil 2: 44', Teil 3: 46', Teil 4: 56', Teil 5: 46'

Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt als Schriftsteller in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Für sein Werk wurde der österreichische Bestsellerautor unter anderem mit dem Manes-Sperber-Preis, dem Anton-Wildgans-Preis und dem Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet.

Redaktion: Johannes Mayr