«Täuschung» nach Philip Roth

Ein lustvolles Spiel um Fiktion und Realität, Wahrheit und Täuschung. Hochkomische Dialoge über Lust und deren Vollzug, über Ehebruch als Wille und Vorstellung, oder doch real vollzogenen? Vom Grossmeister der amerikanischer Erzählkunst.

Eine Frau küsst einen Mann mit nacktem Oberkörper in den Nacken
Bildlegende: Ein lustvolles Spiel um Fiktion und Realität, Wahrheit und Täuschung Imago/BE&W

Die Lüge, die Maske, das Gefunkel und Geflirre zwischen Fiktion und Realität gehören zum Schriftsteller ebenso wie die geflunkerte Liebe zur Wahrheit. Philip, der Held der «Täuschung», ist Schriftsteller und plant den grossen Roman über die Täuschung. Sich selbst (verheiratet) und seine Geliebte (verheiratet) nimmt er zum Vorbild. Sorgfältig notiert er die gemeinsamen gedoppelten Betrugsmanöver, die zu - ebenfalls sorgsam notierten - lustvollen Ergebnissen führen. Nun aber findet Philips Frau diese Notizen.

Philip erklärt ihr, dass alles nur ausgedacht sei, Vorarbeit zum geplanten Täuschungsroman. Diese Vorarbeit wirkt allerdings äusserst real. Ist das nun wirklich kunstvoller Schein, oder ist es doch die gefürchtete Wahrheit?

Mit: Jutta Hoffmann (Frau), Jürgen Holtz (Mann)

Aus dem Amerikanischen von Jörg Trobitius - Hörspiel-Bearbeitung: Friederike Roth - Tontechnik: Klaus Hoeness und Waltraud Gruber - Regie: Joachim Staritz - Produktion: SWR 1994 - Dauer: 53'

Philip Roth, geboren 1933 in Newark/New Jersey, gehört zu den bedeutendsten Romanschriftstellern der letzten Jahrzehnte. Bis auf den Literaturnobelpreis, als dessen heisser Kandidat er Jahr für Jahr gehandelt wird, hat er sämtliche grösseren Auszeichnungen des angelsächsischen Literaturbetriebs erhalten. Ende 2012 hat er sich vom öffentlichen Schreiben zurückgezogen.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Mark Ginzler