«Tagebuch einer Anpassung» von Ernst Bruun Olsen

68 ist vorbei und der Marsch durch die Institutionen mühsam: Irene arbeitet tagsüber in der Verwaltung, die Nächte verbringt sie in marxistischen Zirkeln. Ihr Mann ist Lehrer und desillusioniert. Doch er nimmt sich der Nachbarstochter Gurli an und versucht, einen neuen Menschen aus ihr zu machen.

1968er-Studentenversammlung in Rom.
Bildlegende: Die 68er sind vorbei - der Gang durch die Institutionen mühsam. Imago/UIG

Rudi Dutschke prägte 1967 die Strategie vom «Marsch durch die Institutionen»: Die Vertreter der Studentenbewegung sollten in die Betriebe, in die Armee, in die Schulen und Verwaltungen, um den «Laden systematisch durcheinanderzubringen». Augenscheinlich hat es funktioniert, schliesslich wurde ein Revoluzzer wie Joschka Fischer sogar deutscher Aussenminister; aber der Sozialismus wurde dabei nicht eingeführt. Wer sich also wem anpasst, die Institution dem Menschen oder eben umgekehrt, diese Frage stellt «Das Tagebuch einer Anpassung» auf sehr sinnliche Art.

Mit: Peter Ehrlich (Der Lehrer), Renate Schroeter (Irene), Renate Müller (Gurli), Alfons Hoffmann (Der Schmied), Angela Matusch (Frau Svendsen), Maria-Magdalena Thiesing (Karen)

Aus dem Dänischen von Sigrid Daub - Regie: Amido Hoffmann - Produktion: SRF 1975 - Dauer: 80'

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Redaktion: Wolfram Höll