«Timegünden und das wunscherfüllende Juwel» von Ettore Cella

Es soll das meistgespielte tibetische Drama sein - die szenische Umsetzung dauert Tage. Erzählt wird die Geschichte des Königsohns Timegünden, der in jungen Jahren beschliesst, alle seine Reichtümer zu verschenken. Deshalb wird er mit seiner Familie in die Verbannung geschickt.

Ettore Cella
Bildlegende: Ettore Cella (2003) SRF / Oscar Alessio

Der Königssohn bringt sich in diese verzweifelte Situation, weil er in seiner Grosszügigkeit auch «Das alle Wünsche erfüllende Juwel» seines Vaters einem feindlichen, betrügerischen Brahmanen übergibt. Die Prüfungen, die er nun auf seinem für solche Mysterienspiele typischen Stationsweg erdulden muss, mögen uns westlich geprägten Menschen manchmal seltsam erscheinen. Die Geschichte vermittelt dennoch Grundwerte, die in ihrer Konsequenz bedenkenswert sind.

Pierre Favre schuf zur Inszenierung eine Musik, die den Text «umfasst» und ihn so in eine «klangliche Szenerie» bettet.

Mit: Wolfram Berger (Erzähler), André Jung (Timegünden), Renate Steiger (Gedenzangmo), Ingold Wildenauer (König 1), Charlotte Schwab (Mendezangmo), Thomas Stuckenschmied (Tugendrein), Katja Amberger (Gut und Schön), Hans-Rudolf Spühler (Dauazangpo), Jon Laxdal (König 2), Hans Gert Kübel (Indra) und viele andere.

Musik: Pierre Favre - Hörspielfassung: Ettore Cella - Tontechnik: Marianne Fischer, Yvonne Widmer, Stanislav Hromadnik, Walter Hausegger - Regie: Franziskus Abgottspon - Koproduktion: SRF/ORF 1988 - Dauer: 53'

  • Kontakt: hoerspiel@srf.ch

Redaktion: Buschi Luginbühl