Dem Alpenbogen entlang mit der Camerata Bern

Mit «Alpen-Sinfonie» hat die Camerata Bern ihr Konzert betitelt. Dabei denkt das Kammerorchester nicht an Richard Strauss, sondern an vier «Symphonisten», die entlang des Alpenbogens von Wien bis Zürich lebten und wirkten.

Beethoven ist zwar der bekannteste dieser vier, hier aber ist er von einer ungewohnten Seite zu erleben: Hat der Camerata-Cellist Martin Merker doch Beethovens späte Klaviersonate op. 101 für sein Ensemble transkribiert. Typisch für die Camerata Bern ist das Suchen nach neuen Klangerfahrungen auch in der neuen Musik: Der zurzeit wohl erfolgreichste Schweizer Komponist der mittleren Generation, David Philip Hefti, verhilft ihr in diesem Konzert zu einem solchen Erlebnis.
Und ganz eigene musikalische Standpunkte dann auch bei Arthur Honegger und Franz Schubert: Beide zeigen sich hier vor allem von ihrer leichten und heiteren Seite, lassen aber auch melancholische Kontrapunkte zu.

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate A-Dur op. 101 (Fassung für Streichorchester von Martin Merker)
Arthur Honegger: Concerto da camera für Flöte, Englisch Horn und Streicher
David Philip Hefti: Chiaroscuro, Kammersinfonie (Uraufführung)
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485

Camerata Bern
Antje Weithaas, Violine und Leitung
Júlia Gállego, Flöte
Viola Wilmsen, Englischhorn

Konzert vom 14. Mai 2017, Auditorium Zentrum Paul Klee, Bern

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Moderation: Andreas Müller-Crepon, Redaktion: Norbert Graf