Pavillon suisse: Norbert Moret und Anne-Sophie Mutter

Konzert zu Ehren von Norbert Moret.

In eine Märchenwelt von fast überirdischer Schönheit entführt Maurice Ravel das Publikum zu Beginn des Abends mit seiner Orchestersuite ‹Ma mère loye›: Musikalische Geschichten vom Dornröschen; vom Kleinen Däumling, der nicht nach Hause findet, weil die Vögel seine Wegmarkierung verspeisen; von der Märchenkaiserin Laideronette, die badet, während die Zwergenwesen der Pagoden dazu auf Nussschalen musizieren...

Verzaubern wird daraufhin Norbert Morets wunderbares, für Anne-Sophie Mutter geschriebenes Violinkonzert ‹En rêve›. 1988 führte sie es zum ersten Mal auf, drei Jahre später spielte sie es mit dem Boston Symphony Orchestra unter Seiji Ozawa für CD ein. Am Geburtstag des Komponisten und im Gedenken an seinen 15. Todestag bringt sie es nun bei Eclatsconcerts, exklusiv in Freiburg wieder zur Aufführung. Eine reiche Klangwelt, die sich schon in den hochpoetischen und verheissungsvollen Satzbezeichnungen ankündigt: ‹Lumière vaporeuse›, ‹Dialogue avec lÉtoile unique› und ‹Azur fascinant›.

Die Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta von Béla Bartók ist eines seiner bedeutendsten und grossartigsten Werke. Mit dem (in Stanley Kubricks Film ‹Shining› erklingenden) 3. Satz mit seinen unvergesslichen Arpeggien und Glissandi von Harfe, Celesta, Klavier und Pauken enthält sie auch eines der berühmten Nachtstücke der Musikgeschichte.

Maurice Ravel: Ma mère loye, Suite für Orchster
Norbert Moret: En rêve, Konzert für Violine und Orchester
Arthur Honegger: Pastorale d'été
Béla Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta

Orchestre de Chambre de Lausanne
Leitung Michael Francis
Anne-Sophie Mutter, Violine 

Konzert vom 20. November im Theater Equilibre Fribourg

Moderation: Francesco Biamonte, Giuseppe Clerigetti, Andreas Müller-Crepon