Ärger mit der Briefpost

Seit Jahren stellt die Post ihre Briefpost-Verarbeitung um. Die Post spricht von Optimierung; die Kunden von einem versteckten Leistungsabbau. Der Leiter der Briefpost-Umstellung nimmt Stellung.

 

Rechtsfrage: Wie verbindlich sind Angaben in Inseraten?

Wenn in einem Inserat für ein Produkt nicht der gleiche Preis oder Rabatt aufgeführt ist wie im Laden, welche Angabe gilt dann? Nur die im Laden, sagt DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo. Ausser, es wäre kein Versehen, sondern Absicht.

Beiträge

  • Grosser Ärger mit der Briefpost

    Die Schweizer Briefpost hat in diesen Tagen die grösste Umstellung ihrer Geschichte hinter sich. Neu werden alle Briefe statt wir früher in 18 nur noch in 3 Postzentren sortiert. Gleichzeitig rüstet sich die Post für die bevorstehende, komplette Briefmarktliberalisierung.

    Konsequenz: Hoher Spardruck, Auslagerung von Postdiensten, Leistungsabbau für den Kleinkunden und verspätetet A-Post. Walter Knobel, Mitglied der Geschäftsleitung Post Mail, nimmt live im Studio Stellung.

    Krispin Zimmermann

  • Rechtsfrage: Wie verbindlich sind Angaben in Inseraten?

    In einem Coop-Inserat wird eine Zahnpasta mit hundertfachen Superpunkten beworben. Im Laden heisst es dann aber, da sei ein Druckfelher passiert. Tatsächlich gebe es nur hundert Punkte, und nicht hundertfache Punkte auf den Preis. Welche Angabe gilt nun, fragt Espresso-Hörer Otto Dietschweiler.

    Ein Inserat ist rechtlich keine Offerte, sondern nur eine Werbung. Verbindlich sind deshalb nur die Angaben im Laden, nicht aber die im Inserat, sagt DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo. Kunden können also nicht auf dem Inserate-Preis bestehen.

    Allerdings: Wenn der «Fehler» absichtlich gemacht wurde, um Kunden in den Laden zu locken, wäre das unlauterer Wettbewerb und demnach strafbar.

    Flurin Maissen