Streitpunkt Solarium

Die internationale Krebsforschungsbehörde hat das UV-Licht in Sonnenstudios in die Krebsrisikostufe 1 hochgestuft. Der Solarium-Verband Photomed reagiert mit einer Plakatkampagne für Solarien. Die Krebsliga Schweiz warnt. Wer hat die besseren Argumente? Ein Streitgespräch.

 

Temporär-Anstellung: Kein Recht auf Krankengeld?

Seit 3 Jahren arbeitet ein Hörer bei einer Firma temporär. Er fragt, ob er für Krankheitsausfälle wirklich selbst aufkommen muss, so wie es auf seiner Lohnabrechnung steht. Nein, sagt Rechtsexpertin Doris Slongo. Lohnausfälle wegen Krankheit sind auch bei Temporär-Anstellungen gedeckt.

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  • Streitpunkt Solarium

    Die internationale Krebsforschungsbehörde, die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehört, hat das UV-Licht in Sonnenstudios in die Krebsrisikostufe 1 hochgestuft. Der Solariumverband Photomed reagiert mit einer Gegenoffensive und macht mit einer Plakatkampagne Werbung für Solarien.

    Mit dem «Weg zur Vitamin D-Tankstelle» will Photomed die Vorteile der Besonnung im Solarium aufmerksam machen. Der Hintergrund sei ein mittlerweile eindeutiger Nachweis über die Notwendigkeit einer permanenten Versorgung mit Vitamin D durch Sonnenlicht oder sonnenidentische Besonnungsangebote.

    Die Krebsliga Schweiz widerspricht und rät vom Besuch von Solarien ab. Und die Europäische Union rät zu strengeren Schutzmassnahmen. Sie empfiehlt insbesondere ein Solariumverbot für unter 18-Jährige. Deutschland und Frankreich haben diese Empfehlung bereits umgesetzt. Das Bundesamt für Gesundheit prüft eine dahin gehende Gesetzesänderung.

    Christine Schulthess

  • Temporär-Anstellung: Kein Recht auf Krankengeld?

    «Espresso»-Hörer Beat Pister arbeitet schon mehrere Jahre in der gleichen Firma. Er ist dort temporär angestellt. Auf seiner Lohnabrechnung steht, dass er für Krankheitsausfälle selber aufkommen muss. «Habe ich bei Krankheit tatsächlich keinen Anspruch auf Lohn?», fragt Beat Pister.

    Doch, sagt Rechtsexpertin Doris Slongo. Lohnausfälle wegen Krankheit sind bei einer temporären Anstellung gedeckt. Auch wer über einen Personal-Verleiher angestellt ist, hat im Krankheitsfall für eine gewisse Zeit Anspruch auf Lohn.

    Allerdings kann dieses Geld auch im Stundenlohn inbegriffen sein. Dann sollte der Arbeitnehmer unbedingt eine Krankentaggeld-Versicherung abschliessen, die ihm im Falle einer Krankheit den Lohn weiter bezahlt.

    Flurin Maissen