Die Jassgrenze führt mitten durch den Kanton Aargau

Brauchtum

Durch den Kanton Aargau verläuft eine unsichtbare Grenze, die auf keiner Karte eingezeichnet ist. Es handelt sich um die sogenannte Jassgrenze, die die Jasser in zwei Lager teilt: Westlich dieser Grenze spielt man mit französischen Karten, östlich davon mit deutschen.

Rund um einen Tisch sitzen vier Frauen, die miteinander jassen.
Bildlegende: Diese Frauen spielen bei einem Jassturnier mit französischen Karten, obwohl viele aus dem Ostaargau stammen. SRF/Mario Gutknecht

Die Jassgrenze entstand zur Zeit des Königreichs Burgund im Westen und des Herzogtums Schwaben im Osten vor gut 1000 Jahren. In der Innerschweiz beginnt die Jassgrenze beim Brünig, führt über den Napf bis zur Reuss. Im Kanton Aargau zieht die Reuss bis nach Brugg, danach die Aare bis zum Rhein diese unsichtbare Grenze.

Mario Gutknecht vom Regionaljournal Aarau Solothurn ist dem Phänomen der unterschiedlichen Spielkarten nachgegangen.

Moderation: Jörg Stoller, Redaktion: Mario Gutknecht