Geisselmacher Robert Werren

Brauchtum

Vollen Körpereinsatz muss leisten, wer ein echter «Geissle Chlepfer» sein will. Immer am Dreikönigstag messen sich die Besten der Besten im Schwyzer Talkessel sogar in Wettbewerben. Aber auch im Aargau wird «gchlepft». Dies ist zu einem grossen Teil dem Geisselmacher Robert Werren zu verdanken.

Schon die Kleinen machen begeistert beim «Priischloepfe» mit.
Bildlegende: Schon die Kleinen machen begeistert beim «Priischloepfe» mit. Keystone

Sein Handwerk erlernte Werren noch bei einem ursprünglichen Seiler. Er selber betrieb es nur als Hobby. Nach seiner Pensionierung legte er sich aber einen richtigen Webstuhl zu und machte sein Hobby zur Passion. 

Robert Werren liegt sehr viel daran, dass der Brauch des «Geissel Chlepfens» aufrecht erhalten bleibt. Dazu gehört eben auch eine ordentliche Geissel aus den  besten Materialien. Immerhin entstehen beim «Chlepfen» Schläge, die mit einer Wucht von bis zu 1200 km pro Stunde auf den Boden knallen.   

Kurt Zurfluh besuchte Robert Werren in seiner Heimat Egliswil bei Seon. Es ist erstaunlich, wieviele unterschiedliche Materialien so eine Geissel erst richtig «fetzig» machen und welch drollige Sage hinter dem «Geissel Chlepfen» steckt.

Autor/in: daue, Redaktion: Kurt Zurfluh