Traditionelle Chinesische Medizin: Ein Jahrtausende altes Wissen

Gesundheit

Alles begann mit einer Schildkröte: Sie diente 3000 Jahre vor Christus einem chinesischen Kaiser als Medizin-Orakel. So sagt es die Legende. Macht man sich auf die Spur der Fakten, so stösst man auf ein uraltes Buch, welches 100 Jahre vor Christus verfasst wurde.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin geht es darum, Yin und Yang im Gleichgewicht zu halten.
Bildlegende: In der Traditionellen Chinesischen Medizin geht es darum, Yin und Yang im Gleichgewicht zu halten. istockphoto

Von diesem Buch erzählt Lothar Roth, Allgemeinpraktiker und Arzt für chinesische Medizin am Spital Bern Belp.

Im Mittelpunkt der Chinesischen Medizin steht die Harmonie, das Yin und Yang: Ein Kreis, der in der Mitte wie von einem kleingeschriebenen f durchteilt ist, eine Seite hell, die andere dunkel. Aus dieser Dualität entstehe das ganze Leben, erklärt Lothar Roth. Wenn Yin und Yang nicht mehr in Harmonie sind, wird man krank, wenn sie sich trennen, dann bedeutet das der Tod. Deswegen geht es in der TCM darum, Yin und Yang im Gleichgewicht zu halten.

Überliefertes Wissen

Eine wichtige Rolle in der Chinesischen Medizin spielen die Heilmittelchen. Diese Arzneimittel bestehen aus Pflanzen, Mineralien und tierischen Substanzen. Das einmalige dabei sei, dass das Wissen über diese Mittelchen seit Jahrhunderten nahtlos überliefert ist in schriftlicher Form.

Den Mix aus getrockneten Kräutern und Pflanzen trinkt man traditionellerweise als Sud, zubereitet wie ein Tee. In der Schweiz sind allerdings Granulat zum Anrühren, Tabletten und Tropfen eher bekannt. Erhältlich sind die Arzneimittel in spezialisierten Apotheken.

Moderation: Pia Kaeser, Redaktion: Rachel Honegger