Wacholder in der Medizin

Gesundheit

Man kennt ihn aus dem Sauerkraut, den Wacholder, beziehungsweise die Wacholderbeere. Doch, was hat sie dort zu suchen? Das hat seinen guten Grund. Einen medizinischen Grund.

Reife blaue Wacholderbeeren an einem Strauch.
Bildlegende: Die ätherischen Öle der Wacholderbeere haben eine anregende Wirkung. colourbox

«Die ätherischen Öle in der Wacholderbeere fördern die Verdauung und sind gut gegen Blähungen», sagt der Apotheker Andreas Lenherr. Das ätherische Öl hat es aber in sich. In zu hoher Kozentration im Wacholderschnaps wirkt es auf das zentrale Nervensystem und damit auf das Gehirn. Wie Wermut und Absinth hat man dem Wacholderschnaps nachgesagt, er lasse bei übermässigem Konsum die Menschen «verblöden», sagt der Experte.

Eigentlich könnte man den Wacholdergeist aus der Apotheke, den man zur Durchblutung der Beine einreibt, auch trinken. «Allerdings ist der mit Kampfer angereichert, so dass er nicht schmeckt.» Also doch lieber Gin. Mit einem Tonicwasser gemischt ergibt er den Barklassiker «Gin Tonic», den Lieblingsdrink von Queen Mom, der Mutter der englischen Königin. Immerhin ist sie 101 Jahre alt geworden. Nicht dass sie zu viel Gin Tonic getrunken hätte, vielleicht hat sie ihn einfach zu sehr gemocht.

Moderation: Pia Kaeser, Redaktion: Regula Zehnder