«White Christmas», der Weihnachtsklassiker schlechthin

Musik & Geschichten

Nebst «Stille Nacht» und «Jingle Bells» gehört «White Christmas» zu den weltweit bekanntesten Weihnachtsliedern. Die Melodie wurde zum Markenzeichen für Entertainer Bing Crosby. Der Komponist Irving Berlin konnte allerdings weder Noten schreiben noch lesen.

Bing Crosby im Film «White Christmas» 1954.
Bildlegende: Bing Crosby im Film «White Christmas» 1954. zvg Collage

Berlin war US-Amerikaner jüdischer Abstammung und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit 14 riss er von zuhause aus und verdiente sich sein Geld als singender Kellner in einem Café in New York. Dort stand wohl auch ein Klavier, welches er benutzen durfte. Jedenfalls brachte sich Irving das Klavierspielen selber bei. Dazu benutzte er wohlgemerkt nur die schwarzen Tasten, weil es einfacher war. Dieser Taktik blieb er übrigens ein Leben lang treu. Arrangeuren war es zu verdanken, dass seine Melodien klanglich vollendet wurden. Irving Berlin kreierte seinerseits Hit für Hit. Dazu zählen Evergreens wie «Cheek to Cheek», «Puttin‘ on the Ritz» und natürlich «White Christmas».

Die Urfassung seines Weihnachtsklassikers übergab er 1940 seiner Sekretärin, welche die rund 48 Takte in Notenform zu Papier brachte. Irving war sich indes schon gewiss, dass diese Melodie ein Meilenstein seiner Karriere werden sollte.

Der Entertainer Bing Crosby war es, der «White Christmas» ein Jahr später in seiner Radioshow zum Besten gab. Der Funke sprang beim Publikum erst ein Jahr später zur Weihnachtszeit über, dann allerdings so richtig. Der Titel wurde Jahr für Jahr immer an Weihnachten wieder herausgebracht und schaffte es über 30 Mal in Folge in die amerikanische Hitparade. Wie viele Kopien insgesamt über den Ladentisch gingen ist ungewiss. Sicher ist jedoch, dass «White Christmas» als eine der erfolgreichsten Singles überhaupt gilt.

Autor/in: daue, Redaktion: Thomas Wild