Wolle und Federn als Dünger

Garten

Rohe Schafwolle und alte Daunen kann man im Garten oder Topf als Langzeitdünger einsetzen. Sie enthalten viel Stickstoff, den sie nach und nach an die Pflanzen abgeben. Wolle lässt sich zudem zum Mulchen verwenden, sie schützt so zugleich den Boden.

Gartenerde mit Daunen und Wolle als Dünger und Mulch
Bildlegende: Links ist ein Gemisch aus Daunen und Erde parat für einen Setzling, rechts bedeckt Schafwolle den Boden rund um eine Hortensie. srf

Für Wolle macht man am besten einen Schafhalter oder eine Schafhalterin ausfindig, die nach der Schur im Frühling oder Winter die Wolle direkt verkaufen. Daunen entnimmt man einem ausrangierten Kopfkissen oder Duvet.

Mulchen

Mulchen bedeutet, dass man die Erde mit einem Material abdeckt, um sie vor Trockenheit, Frost oder starkem Regen zu schützen. Mulch hemmt auch das Wachstum von Unkräutern. Üblicherweise verwendet man ein organisches Material wie Schilfhäcksel, Rasenschnitt oder Herbstlaub.

Schafwolle hat den Vorteil, dass die Pflanzen mit Stickstoff versorgt werden. Ausserdem holen sich im Frühling die Vögel gerne ein wenig davon, um ihr Nest auszupolstern! So geht man beim Einsatz mit Schafwolle vor:

  • Die Wolle etwas auseinander zupfen und rund um die Pflanze auf die Erde legen.
  • Wolle ist wasserabweisend. Deshalb darauf achten, dass sie keinen dichten Filz bildet, damit noch genügend Wasser auf die Erde gelangen kann.
  • Die Wolle an den Rändern mit etwas Erde beschweren, damit sie nicht weggefegt wird. Durch den verbesserten Bodenkontakt können sich die Bodenlebewesen sofort ans Werk machen und der Abbauprozess kommt schnell in Gang.

Düngen

  • Daunen bzw. Wolle mit Erde vermischen und in das Pflanzloch einfüllen.
  • Pflanze hineinsetzen, Erde rundum gut andrücken und reichlich giessen.
  • Nachdüngen ist während der ganzen Saison nicht mehr nötig.

Diese Art zu düngen eignet sich für Pflanzen, die viele Nährstoffe brauchen (z.B. Tomaten, Zucchetti, Kürbis, Hortensien).

Gut geeignet ist Dünger aus Wolle und Federn für lehmige und schwere Böden. Bei trockenen, kiesigen Böden zersetzen sich diese Materialien hingegen nur sehr langsam oder gar nicht.

Moderation: Martin Wittwer, Redaktion: Doris Rothen