Die Schweiz vor dem Migrations-Rekordsommer?

  • Samstag, 10. Juni 2017, 11:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 10. Juni 2017, 11:30 Uhr, Radio SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 10. Juni 2017, 19:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 11. Juni 2017, 19:30 Uhr, Radio SRF 4 News

Immer mehr Migranten brechen auf übers Mittelmeer nach Italien und weiter Richtung Norden. Die Schweiz ist zu einem Transitland geworden. Bundesrätin Sommaruga sucht den Schulterschluss mit Italien und Deutschland, um die Migration zu drosseln.

Justizministerin Simonetta Sommaruga
Bildlegende: Justizministerin Simonetta Sommaruga Keystone

Die Situation scheint auf den ersten Blick «bequem» für die Schweiz: Die meisten Migrantinnen und Migranten wollen die Schweiz nur durchqueren von Süden Richtung Norden. Italien nimmt aufgegriffene Migranten wieder zurück. Wer es dennoch in die Schweiz schafft, zieht meist innert kurzer Zeit weiter nach Deutschland. In der «Samstagsrundschau» nimmt Justizministerin Simonetta Sommaruga Stellung zur aktuellen Lage – und zu den diplomatischen Folgen: Deutschland nämlich macht Druck auf die Schweiz, die Weiterwanderung zu stoppen. Italien umgekehrt trägt immer grössere Lasten und braucht Hilfe. Was unternimmt die Bundesrätin?

Seit Frühling arbeitet die Schweiz mit in einer internationalen Kontaktgruppe, welche die gefährliche Migration von Libyen übers Mittelmeer stoppen will. Doch wie soll dies möglich sein angesichts der wirtschaftlichen und politischen Probleme in den Herkunftsländern der Migranten? Und wie weit soll Europa gehen? Braucht es europäische Grenzwächter an Libyens Grenze?

Auch die schweizerische Asylpolitik ist Thema in der «Samstagsrundschau»: Die Kantone verlangen deutlich mehr Geld für die Integration gerade von minderjährigen Asylsuchenden. Wie stark kann der Bundesrat dazu Hand bieten. Und: Wie steht es um die grosse Asylreform? Der Bau von bis zu 19 Bundeszentren nämlich stockt.

Moderation: Dominik Meier