«Sichlete mit Späck u Boone» und «Tigewürscht mit Jakoberschnitz»

Die Vielfalt an herbstlichen kulinarischen Spezialitäten und Traditionen ist enorm gross. Warum eigentlich? Kulinarik-Fachmann Rudolf Trefzer und Mundart-Fachmann Markus Gasser diskutieren kulturelle und sprachliche Eigenheiten rund um die Themen Ernte, Schlachten und Haltbarmachen.

Frisches und gedörrtes liegt neben eingelegtem Gemüse in einem Glas.
Bildlegende: Eingelegtes Gemüse. Colourbox

Die «Sichlete» oder «Sichel-Hänki» war im Bernbiet das traditionelle Abschlussessen nach der Ernte, zu welchem die Bauersleute ihre Erntearbeiterinnen und Erntearbeiter einluden. Da wurde in der Regel nicht geknausert mit Essen und Trinken. Was zu einem solchen Herbstschmaus alles gehörte, wie in den Zeiten vor dem Tiefkühler die Früchte des Jahres haltbar gemacht wurden und warum überhaupt der Herbst eine so reiche kulinarische Tradition hat - davon erzählt der Kulinarik-Spezialist Rudolf Trefzer. SRF-Mundart-Redaktor Markus Gasser klärt die entsprechenden Begriffe, zum Beispiel: Wie sagte man der «Sichlete» anderswo? Was ist ein «Jakober»? Was ist eine «Tigewurscht»?

Buchtipps

Das kulinarische Erbe der Schweiz. Miniaturen von Paul Imhof, bebildert von Hans-Jörg Walter, Markus Roost und Roland Hausheer. Echtzeit Verlag

  • Band 1: Aargau, Luzern, Obwalden, Nidwalden, Schwyz, Zug, Zürich
  • Band 2: Bern, Jura, Solothurn, Basel-Landschaft, Basel-Stadt
  • Band 3: Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau
  • Band 4: Glarus, Graubünden, Ticino, Uri. (Erscheint am 12. Oktober 2015)

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Markus Gasser, Ruedi Trefzer