«Zellete und Lugine 1»: Walliserdeutsch und Walliser Sagen

Abgelegene Bergtäler und enge Dorfgemeinschaften, harte Schicksale und die Allgegenwart der Kirche, dazu ein Heer von «Booznä» und «Toggini», Geister und Spukgestalten also: Das ist die Welt der Walliser Geschichten und Mythen, der «Zellete, Lugine und Saage».

Kapelle vor Bergen und Rhonegletscher
Bildlegende: Kapelle in der Nähe des Rhonegletschers Keystone / Gaetan Bally

«rützän», «booznä» und «daanä ämubär»

Bernhard Schmid alias «Gioco» aus Reckingen spinnt den Erzählfaden von Sagen und Mythen aus dem Oberwallis Woche für Woche in seinem «Aabesitz» weiter. Der «Aabesitz» ist das abendliche Zusammensitzen und miteinander Plaudern. «Gioco» erzählt in einem Walliserdeutsch, das selbst dem Dialektkenner manchmal unverständlich ist.

«Wallissertitschi Weeerter»

Wäre da nicht das Wörterbuch «Wallissertitschi Weerter» von Alois Grichting aus Brig. Im Interview erläutert Grichting die grossen Unterschiede beispielsweise zwischen den «Gommine» und den «Leetschine» - zwischen den Bewohnern des Goms und des Lötschentals also. Und im Briefkasten beantwortet Markus Gasser für einmal nicht Fragen von Hörerinnen und Hörern, sondern erklärt einige der wichtigsten Merkmale des Walliser Dialekts.

Buchtipp

Alois Grichting: Wallissertitschi Weerter. Walliser Wörterbuch Band 1.

CD-Tipp

Aabesitz bim Gioco. Walliser Sagen. Vertrieb: Bernhard Schmid, Reckingen (gioco@glocke.ch)

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Markus Gasser