Züritütsch-Vielschreiber Viktor Schobinger

Der Autor Viktor Schobinger hat schon fast 9000 Druckseiten mit Texten, Wortsammlungen und Wörterbüchern herausgegeben. Fast alles auf Züritütsch. Der 81-Jährige ist ein Phänomen.

Viktor Schobinger
Bildlegende: Viktor Schobinger SRF

Die Züri-Krimis von Viktor Schobinger sind spannende Mundartgeschichten, die (zu) wenig wahrgenommen werden. Die Auflage ist minimal. Dabei ist der kürzlich herausgekommene «Der Ääschme wììrd organisiert» bereits der 27. Fall über den knorrigen Leutnant Häiri Ääschme. Es geht diesmal um ein Zürcher Revolverblatt, bei dem der Chefredaktor ermordet wird. Wer könnte ein Interesse am Tod des Klatsch-Journalisten haben?

Der 81-jährige Autor Viktor Schobinger kanns nicht lassen. Er hat bereits die nächsten 13 Ääschme-Fälle fertig und will diese in den nächsten sieben, acht Jahre schubweise veröffentlichen. Schobinger hat bereits rund 50 Romane, Kurzgeschichten und Sammlungen rund um Zürichdeutsch herausgegeben. Höchste Zeit mal wieder, den wenig bekannten Vielschreiber vorzustellen.

Neben den Worterklärungen Ruässdili und stöckle sowie dem Familiennamen Wechsler schaut die Schnabelweid auch in die Mundartforschung. Christa Schneider, Doktorandin an der Uni Bern, erarbeitet einen neuen Sprachatlas des Berner Mittellandes. Wie haben sich diese Dialekte in den letzten 70 Jahren entwickelt?

Buch-Tipp:
Viktor Schobinger: Der Ääschme wììrt organisiert; Züri-Krimi 27. Schobinger-Verlag 2016.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Christian Schmutz