Der erste Gempel hatte einen auffälligen Gang

Vorfahren von Familien mit Namen Gempel stammen ursprünglich aus dem nordbayrischen Mittelfranken und sind vor noch nicht allzu langer Zeit in die Schweiz eingewandert. Bis 1962 gab es keine Gempel mit Schweizer Bürgerrecht.

Konturen einer Frau, die eine Visitenkarte mit dem Namen Gempel zeigt.
Bildlegende: Symbolbild. Colourbox

Im Familiennamen Gempel steckt ein Wort, das eine schwankende Bewegung bezeichnet. Dieses hat verschiedene Ableger gebildet:

  • «gampe» für «sich auf- und abwärts, hin und her bewegen»
  • «gämpele» für «gaukeln, spielen, von jungen Tieren»
  • «gumpe» für «hüpfen, springen; lahm gehen»
  • «gampfe, gampfle» für «wackeln, schaukeln»

Verwandt ist auch das ausgestorbene mittelhochdeutsche Wort «gampel, gempel» für «Scherz, Possenspiel».

«Gempel könnte einer der vielen Familiennamen sein, die den auffälligen Gang des ersten Namensträgers bezeichnen, weil er zum Beispiel hinkte oder wankend ging», folgert This Fetzer vom Schweizerdeutschen Wörterbuch.

Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Markus Gasser