Knaus für grob, knorrig und verschroben

Zum Familiennamen Knaus gibt es noch die Varianten Knus oder Knüsli. Knaus ist in den Kantonen Graubünden, St. Gallen und Zürich alteingesessen, Knus im Kanton Thurgau und in Winterthur im Kanton Zürich und Knüsli im Zürcher Oberland.

Konturen einer Frau, die eine Visitenkarte mit dem Namen Knaus zeigt.
Bildlegende: Zum Familiennamen Knaus gibt es noch die Alternativen Knus und Knüsel. colourbox

«Die Namen Knaus, Knus und Knüsli haben alle die gleiche Herkunft», erklärt Martin Graf vom Schweizerdeutschen Wörterbuch im Gespräch mit Markus Gasser.

Zum einen gebe es das Verb «knusen» mit der Bedeutung «jemanden verprügeln». Andererseits existiere auch das mittelhochdeutsche Wort «Knus» für Beule oder etwas Knorriges.

So kamen etwas grobe oder verschrobene Personen wohl zum Übernamen Knus, der sich später zum Familiennamen entwickelte.

Moderation: Martin Wittwer, Redaktion: Markus Gasser