Von Atto über Attinghofen bis Attinger

Salome Attinger vermutet hinter ihrem Familiennamen den althochdeutschen Personennamen Atto. «Atto hat tatsächlich etwas damit zu tun, aber nur indirekt», sagt Hans Bickel vom Schweizerdeutschen Wörterbuch.

Konturen einer Frau, die eine Visitenkarte mit dem Namen Attinger nach vorne hält.
Bildlegende: Familienname Attinger (Symbolbild). colourbox

Familiennamen mit der Endung -er seien in der Regel entweder Berufsnamen wie Müller, Schneider, Weber oder Herkunftsnamen wie Basler, Zürcher, Berner, erklärt Hans Bickel. Bei Attinger handle es sich um einen Herkunftsnamen. Um ihn zu deuten, müsse man herausfinden, auf welchen Ort er sich bezieht.

Fündig geworden ist Hans Bickel bei Attikon, nordöstlich von Winterthur. Der Flurname geht zurück auf Attinghofen. Das lässt vermuten, dass daraus höchstwahrscheinlich der Familienname Attinger entstanden ist.

Der Name Atto stecke tatsächlich im Ortsnamen Attikon, sagt Hans Bickel abschliessend. Solche Namen würden häufig eine Sippe bezeichnen, heute würde man sagen: beim Hof der Leute des Atto.

Moderation: Martin Wittwer, Redaktion: Markus Gasser