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#SRFglobal «Precari» in Italien: jung, gut ausgebildet und arbeitslos

«Precari» sind gut ausgebildete, motivierte, junge Leute. Trotz Studium bekommen sie keine festen Arbeitsverträge. Das heisst, sie werden entweder nur befristet oder schwarz angestellt.

Legende: Audio #SRFglobal vom 13.2.18 abspielen. Laufzeit 3:31 Minuten.
3:31 min, aus #SRFglobal vom 13.02.2018.

Der Vorteil für den Arbeitgeber: Er spart viel Geld, weil er keine oder viel weniger Sozialbeiträge zahlen muss.

Um die Situation zu ändern, bräuchte es grosse Veränderungen: Der Abbau der Bürokratie, eine Änderung des Kündigungsschutzes, tiefere Lohnnebenkosten – die Liste ist lang. Und es sind alles Dinge, die sich nicht in kurzer Zeit verändern lassen. Da jede Regierung sehr kurzfristig denkt, passiert nichts.
Dieser Zustand hat auch Auswirkungen auf die Parlamentswahlen vom 4. März. Die aktuelle Mitte Linke Regierung hatte versprochen, mehr feste Arbeitsplätze zu schaffen. Sie hat es nicht geschafft. So wählen die Jungen – unter anderem wegen der Jobprobleme – eher das neue Bündnis Cinque Stelle mit Pepe Grill.
Welche Auswirkungen dies auf die politische Lage in Italien hat, berichtet Italien-Korrespondent Franco Battel in #SRFglobal.
(Bild: Studentenproteste in Mailand, April 2017)